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50 Jahre Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg - ein Rückblick

Nachrichten aus der FVA

17.01.2009 Am 18. Juni 1958 wurde die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg als zentrales Betriebsforschungsinstitut der Landesforstverwaltung mit Sitz in Freiburg aus der Taufe gehoben.

Zum diesem Zeitpunkt blickte das forstliche Versuchswesen in Südwestdeutschland schon auf eine langjährige Geschichte zurück: 1870 in Baden und 1872 in Württemberg entstanden die ersten Versuchsanstalten.


39 Jahre forstliche Forschung im Fasanengarten in Stuttgart-Weilimdorf endete 1986 mit dem Umzug in die Wonnhalde.
39 Jahre forstliche Forschung im Fasanengarten in Stuttgart-Weilimdorf endete 1986 mit dem Umzug in die Wonnhalde.

Die ehemalige Leitung (von rechts um den Tisch herum): G. Wellenstein, R. Zundel, E. König, W. Schöpfer, E. Löffler, F. Hockenjos und A. Seiterle.
Die ehemalige Leitung (von rechts um den Tisch herum): G. Wellenstein, R. Zundel, E. König, W. Schöpfer, E. Löffler, F. Hockenjos und A. Seiterle.




Mehr als achtzig Jahre später, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, präsentierte sich das forstliche Versuchswesen als historisch gewachsen und organisatorisch auf sechs unabhängige Institutionen zersplittert: zum einen bestand die Badische FVA als Einrichtung des Kultusministeriums an der Universität Freiburg, weiterhin das forstliche Versuchswesen der Badischen Landesforstverwaltung in Freiburg unter Federführung des Landwirtschaftministeriums, außerdem das forstliche Versuchswesen bei der Forstdirektion Nordbaden als Einrichtung des Finanzverwaltung. Im württembergischen Landesteil gab es die Württembergische FVA bei der Forstdirektion Nordwürttemberg mit einer weitgehend selbständigen, auf Ertragskunde spezialisierten Zweigstelle in Hechingen. Die Zuständigkeiten für beide Einheiten waren ebenfalls auf Finanz- und Landwirtschaftsressort aufgeteilt. Zu guter letzt war in Ringingen bei Ulm die Forstschutzstelle Südwest ansässig.

Der Standort Freiburg


Die Entscheidung für den Standort Freiburg fiel aufgrund der Nähe zur forstlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Es dauerte dennoch bis zum Jahr 1986, bis im heutigen Gebäude in der Wonnhalde alle Abteilungen erstmals unter einem Dach vereint werden konnten.


Hauptgebäude Wonnhaldestr. 4
Hauptgebäude Wonnhaldestraße 4

Außenstelle Günterstalstr. 61
Außenstelle Günterstalstraße 61




Vieles hat sich seit den Gründerjahren in der Organisation der FVA verändert. Die enge Anbindung an die Universität – die wissenschaftliche Leitung eines Teils der damaligen Abteilungen oblag in Personalunion einem Universitätsprofessor – ist einer engen und vertraglich festgelegten Kooperation zweier voneinander unabhängigen Forschungseinrichtungen auf den Gebieten der Forschung und Lehre gewichen. Der fachliche Zuschnitt der Abteilungen wurde ständig den Anforderungen angepasst. Neue Forschungsfelder haben sich aufgetan, angestammte dagegen wurden verlassen. Diese dynamische Entwicklung hält bis heute an: gerade in diesem Jahr hat die FVA ihr Strategisches Konzept 2008 bis 2012 fertig gestellt. Darin ist dargelegt, auf welche aktuellen Forschungsschwerpunkte sich die FVA in den kommenden fünf Jahren konzentrieren wird.

Festakt zum Gründungsjubiläum


Am 5. Dezember 2008 wurde das Gründungsjubiläum der FVA mit einem Festakt begangen. Zu diesem Anlass ist eine Festschrift erschienen, in der die Geschichte der FVA nachgezeichnet wird. Die Festschrift und das Strategisches Konzept 2008 bis 2012 können Sie als pdf-Datei herunterladen.


Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Peter Hauk:
Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Peter Hauk: "Eine starke, national und international vernetzte forstliche Forschung ist angesichts von Herausforderungen wie dem Klimawandel unverzichtbar".

Von links: Präsident des Johann Heinrich von Thünen-Instituts Prof. Dr. Thoroe, Landesforstpräsident Reger, Landrätin Störr-Ritter (Lk Breisgau-Hochschwarzwald), Direktor der FVA Prof. v. Teuffel mit Gattin.
Von links: Präsident des Johann Heinrich von Thünen-Instituts Prof. Dr. Thoroe, Landesforstpräsident Reger, Landrätin Störr-Ritter (Lk Breisgau-Hochschwarzwald), Direktor der FVA Prof. v. Teuffel mit Gattin.




Der Große Sitzungssaal der FVA wurde in
Der Große Sitzungssaal der FVA wurde in "Hans-Ulrich Moosmayer-Saal" umbenannt. Prof. Dr. Hans-Ulrich Moosmayer war von 1976 bis 1993 Direktor der FVA und feierte dieses Jahr seinen 80. Geburtstag.

Von links: Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) Olaf Schmidt, Kurt Amereller (LWF, Abt. Wald und Gesellschaft) und Prof. v. Teuffel.
Von links: Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) Olaf Schmidt, Kurt Amereller (LWF, Abt. Wald und Gesellschaft) und Prof. v. Teuffel.




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