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Waldzustandsbericht 2015

Veröffentlichung

10.12.2015 pdf-Download
Zur Reihe Waldzustandsbericht

Lesen Sie auch die weiteren Informationen zur Kronenzustandserhebung (TWI und Dauerbeobachtungsflächen)

Waldzustandsbericht 2015
Der jährliche Waldzustandsbericht ist ein umfassender Umwelt- und Ökosystembericht, der den Zustand unserer Wälder – den auf großer Fläche naturnächsten Lebensräumen – umfassend beschreibt. Als wesentlicher Teil des forstlichen Umweltmonitorings zeigt der Waldzustandsbericht, wie Umweltfaktoren die Entwicklung unserer Wälder beeinflussen. Es handelt sich dabei um eine breite Synopse, die die zeitlichen Trends in den Bereichen der Säure- und Stickstoffbelastung, der Bodenentwicklung, der Nährstoffversorgung der Bäume sowie des Nadel- und Blattverlusts als Indikatoren für die Waldgesundheit darstellt.

2015 war einer der heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, ähnlich nur dem Rekordsommer 2003. Erste Trockenheitserscheinungen bei den Bäumen traten dank ergiebiger Niederschläge im Frühjahr und einer dadurch guten Wasserversorgung der Böden erst im Spätsommer auf. Der Borkenkäferbefall hielt sich in diesem Jahr landesweit auf einem niedrigen Niveau. Befürchtet worden war nach dem Frühjahrssturm Niklas und dem extremen Sommer ein massiverer Befall, als die ab August landesweit vereinzelten kleineren Vorkommen.
ür das Jahr 2015 können wir erfreulicherweise einen Rückgang der Waldschäden verzeichnen.

Sorgen bereitet eine relativ neue Pilzerkrankung bei der Baumart Esche, das Eschentriebsterben. Seit 2006 breitet sich der dafür verantwortliche Pilz rasant aus und sorgt bei den befallenen
Eschen für ein Absterben der Krone.
Die Ansprüche und Herausforderungen an unseren multifunktionalen Wald werden sich auch in Zukunft nicht verringern. Anhand der Entwicklung des Eschentriebsterbens zeigt sich erneut, wie wichtig mischbaumartenreiche, mehrschichtige und klimastabile Wälder sind. Eine bunte Baumartenpalette klimaangepasster Arten kann in Ergänzung zu waldbaulichen Konzepten einen Ausfall kompletter Waldbestände vermeiden. Besondere Aufmerksamkeit gilt im kommenden Jahr der weiteren Entwicklung des Borkenkäferbefalls. Der Trockensommer und der warme Herbst veranlassen zu großer Wachsamkeit für das kommende Jahr.



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