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Waldzustandsbericht 2016

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15.12.2016 pdf-Download
Zur Reihe Waldzustandsbericht

Lesen Sie auch die weiteren Informationen zur Kronenzustandserhebung (TWI und Dauerbeobachtungsflächen)

Waldzustandsbericht 2016
Der jährliche Waldzustandsbericht ist ein umfassender Umwelt- und Ökosystembericht, der den Zustand unserer Wälder – den auf großer Fläche naturnächsten Lebensräumen – umfassend beschreibt. Als wesentlicher Teil des forstlichen Umweltmonitorings zeigt der Waldzustandsbericht, wie Umweltfaktoren die Entwicklung unserer Wälder beeinflussen. Es handelt sich dabei um eine breite Synopse, die die zeitlichen Trends in den Bereichen der Säure- und Stickstoffbelastung, der Bodenentwicklung, der Nährstoffversorgung der Bäume sowie des Nadel- und Blattverlusts als Indikatoren für die Waldgesundheit darstellt.


Der Waldzustand in Baden-Württemberg bleibt auch im Jahr 2016 auf einem erhöhten Schadniveau. Die durchschnittliche Kronenverlichtung ist mit 23,8 Prozent verglichen zum Vorjahr nahezu konstant.
Vor allem die Fichte profitiert im aktuellen Jahr von der milden und feuchten Witterung der ersten Jahreshälfte. Der nach dem sehr trockenen Sommer 2015 zu erwartende Borkenkäferbefall wurde zum einen durch die hohen Niederschläge in der ersten Jahreshälfte, zum anderen durch das intensive Käfermonitoring eingedämmt. Bei den Buchen führte der trockene Sommer des Vorjahres allerdings in diesem Jahr zu einer sehr starken Fruktifikation. In den letzten Jahren ist bei den Buchen ein Trend zu immer häufigeren Mastjahren zu beobachten. Ob die stärkere Fruchtausbildung langfristig Auswirkungen auf das Wachstum der Buchen hat, kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden.
Eine erfreuliche Entwicklung gibt es bei den Eschen zu verzeichnen. Aufgrund des trockenen Sommers 2015 und den günstigen Witterungsbedingungen im Frühjahr und Frühsommer 2016, verringerte sich der mittlere Blattverlust um 7,5 Prozentpunkte auf 29,7 Prozent. Von einer Trendwende kann man aber hier nicht sprechen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass sich das Eschentriebsterben in den nächsten Jahren weiter ausbreiten und es zu einer zunehmenden Schädigung der Esche kommen wird.

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Beitrag von Webmaster