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Waldzustandsbericht 2017

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18.10.2017 pdf-Download
Zur Reihe Waldzustandsbericht

Lesen Sie auch die weiteren Informationen zur Kronenzustandserhebung (TWI und Dauerbeobachtungsflächen)

Waldzustandsbericht 2017
Die terrestrische Waldschadensinventur erhebt jährlich den Nadel-/Blattverlust als Indikator für die Waldgesundheit. Sie ist Teil eines umfassenden Forstlichen Umweltmonitorings, das neben dem Kronenzustand die auf die Wälder ein-wirkenden Umweltfaktoren beobachtet. Damit ermöglicht das Forstliche Umweltmonitoring, negative Entwicklungen der Waldgesundheit frühzeitig zu erkennen und daraus Empfehlungen für das forstliche Handeln abzuleiten.


Der Waldzustand in Baden-Württemberg hat sich im Jahr 2017 trotz einer regional sehr angespannten Wasserversor-gung der Waldbestände gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die lange Trockenperiode in der ersten Hälfte des Jahres führte dazu, dass an vielen Standorten die Wasservorräte im Boden zu Beginn der Vegetationszeit sehr gering waren. Lokal einsetzende Regenfälle und das landesweit etwas zurückgehende Niederschlagsdefizit führten bei weiterhin unterdurchschnittlichen Niederschlägen im Jahresverlauf jedoch zu einer leichten Entspannung. Erst in den Monaten Juli und August waren höhere Niederschläge zu verzeichnen, so dass sich die Baumkronen im Sommer 2017 im Allgemeinen gut entwickeln konnten.

Die deutlichste Verbesserung im Kronenzustand ist dieses Jahr in älteren Buchenbeständen festzustellen. Nach der sehr starken Fruktifikation im Jahr 2016 sind in diesem Jahr erkennbar dichtere Baumkronen ausgebildet. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Buche auf zunehmend stärkere und häufigere Fruktifikationsjahre infolge des Klimawandels reagiert. Im Kronenzustand der Fichte ist kaum eine Veränderung festzustellen. Damit bleibt die Kronenverlichtung der Fichte im zweiten Jahr in Folge nahezu unverändert. Im Gegensatz hierzu weist der Kronenzustand der Tanne aktuell eine Verbesserung auf. Die Borkenkäfergefahr für Fichte und Tanne stieg aufgrund der warm-trockenen Witterung im Jahr 2017 deutlich an. Besonders im Schwarzwald, aber auch in anderen Regionen Baden-Württembergs, erhöhte sich die Anzahl der Käferbäume im Verlauf des Sommers rasant. Entgegen des Erholungstrends von Buche und Tanne hat sich der Kronenzustand der Baumarten Kiefer, Eiche und Esche im aktuellen Jahr verschlechtert. Weiterhin besorgniserregend bleibt vor allem der Zustand der Esche. Die Baumart ist landesweit massiv durch den pilzlichen Erreger des Eschentriebsterbens betroffen, der zu einer deutlich erhöhten Absterberate der Eschen führt.

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Beitrag von Webmaster