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Landschaftsbezogene Erholung und Gesundheit

Epidemiologische Untersuchungen sowie neueste Veröffentlichungen der Krankenkassen und Rentenversicherungsträger verweisen darauf, dass veränderte Anforderungen an Flexibilität sowohl in der Erwerbsarbeit als auch im Lebenskontext vieler Menschen mit Arbeitsverdichtung und Gesundheitsrisiken einhergehen (u.a. Fehlzeitenreport, 2012).

Laut Weltgesundheitsorganisation (1948) ist Gesundheit “a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.” Somit wird auf einen subjektiven Aspekt von Gesundheit, dem Wohlbefinden, fokussiert und nicht auf die Abwesenheit von Krankheit. Gleichzeitig wird das Zusammenspiel von psychischen, sozialen und kulturellen Faktoren betont.

Der Wald kann einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden und zur Gesundheitsförderung leisten, da er Gelegenheiten für alltägliche Erholung, Bewegung sowie soziale Interaktion bietet (Ensinger et al., 2013). Auf der einen Seite sollen Im Projekt dementsprechend gesundheitsförderliche Faktoren wie Waldbilder zum Wald identifiziert werden (Verhältnisse). Auf der anderen Seite werden durch die WHO Definition implizit auch die Menschen in die Verantwortung genommen, da sie gesundheitsrelevante Determinanten bspw. durch ihren Lebensstil verantworten (Verhaltensweisen). Somit sollen Informationen zu gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen und Angebote im Wald entwickelt werden.

Psychisches Wohlbefinden kann nicht direkt beobachtet oder durch physiologische Messmethoden erfasst werden, sondern durch Selbstbeurteilungen der Betroffenen. Daher sollen anhand von narrativen Interviews gesundheitsrelevante Determinanten im Wald sowie gesundheitsrelevante Verhaltensweisen identifiziert werden.

Ziele des Projektes sind die Erfassung, Darstellung und Analyse gesundheitsrelevanter Aspekte im Wald. Daraus sollen Entscheidungshilfen sowie Gestaltungsansätze und dementsprechende Maßnahmen abgeleitet werden sowie Informationen und Angebote zur Verbesserung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen geliefert werden.

Beginn: 2014 - Ende: 2018
Leitung: Wurster - Abteilung: Wald und Gesellschaft
Beteiligte Abteilungen:     
Arbeitsbereich: Erholung und Tourismus im Wald
Forschungsschwerpunkt: Nachhaltigkeit messen und bewerten



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