Mit einer Fläche von fast 36 Mio. km² ist Baden-Württemberg nach Bayern und Niedersachsen das drittgrößte Bundesland Deutschlands. Mit einer Bevölkerungsdichte von gegenwärtig ca. 295 Einwohner pro km² ist Baden-Württemberg auch ein dichtbesiedeltes Land. Dennoch ist es ein waldreiches Bundesland, über 38% oder 1,37 Mio ha seiner Fläche sind mit Wald diverser Eigentumsarten bedeckt.
Von dieser Waldfläche befinden sich ca. 520.000 ha, also ein wesentlicher Teil, in der Hand von Privatpersonen. In der kleinsten Besitzkategorie bis 5 ha befindet sich mit ca. 187.000 ha der größte Teil des Privatwaldes. Von rund 200.000 privaten Waldbesitzern besitzen 75% weniger als einen Hektar Wald.
Diese sehr kleinen Besitzgrößen sind für eine regelmäßige Bewirtschaftung mit nennenswerten Einkommen zu klein. Jedoch ist der Wald der größeren Kategorien von 5-200 ha oft mit landwirtschaftlichen Betrieben gekoppelt, oder war es zumindest. Daher ist die Bewirtschaftung dieser Wälder für den Erhalt von Höfegebieten bedeutsam.
Die Verteilung der Waldbesitzarten in Baden-Württemberg:Die orange gefärbten Flächen in der Karte rechts stellen den Wald im Besitz von Körperschaften, meist Kommunen oder Städte, dar. Die grünen Bereiche sind Wälder im Besitz des Landes Baden-Württemberg. Sie entstanden überwiegend aus der Säkularisierung von klösterlichem Besitz.
Der Kleinprivatwald ist aufgeteilt in Kleinprivatwald unter 200 ha (dunkelblau) und Großprivatwald (hellblau). Der meist bäuerlich geprägte Kleinprivatwald unter 200 ha konzentriert sich im Mittelgebirgsraum.
In der Waldbesitzartenkarte von Baden-Württemberg wird deutlich, wo sich die größten Anteile des Kleinprivatwaldes (dunkelblau) im Land befinden. Es sind dies hauptsächlich die später gerodeten und be-siedelten Räume der höheren Lagen und Mittelgebirge wie Schwarzwald, Odenwald, Mainhardter und Murrhardter Wald, Welzheimer Wald, das Gebiet der Limpurger und Ellwanger Berge, die Schwäbische Alb und das württembergische Allgäu.