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Forstbetrieb
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Betriebsführung

Die Tätigkeit von Forstbetrieben ist heute stärker denn je in einen gesellschaftlichen Kontext eingebunden. Für die Betriebsführung werden daher verschiedenste Insturmente benötigt, die in einem dynamischen Umfeld ständig weiterentwickelt und angepasst werden müssen. Das Spektrum reicht von Managementverfahren über Controllingmethoden bis hin zu Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen verschiedener Handlungsalternativen. Aber auch Fragen der Waldbewertung und der monetären Bewertung von Nutzungseinschränkungen spielen zunehmend eine Rolle. Immer stärker wird die Nachfrage nach Instrumenten, die monetäre und nichtmonetäre Aspekte verbinden. Hier werden mit dem Arbeitsbereich Mehrdimensionalität seit einigen Jahren viele neue Impulse für das Forstwesen gesetzt.

Inventuren

Waldinventuren auf Stichprobenbasis liefern auf effiziente Weise verlässliche Informationen über den aktuellen Zustand des Waldes und die Dynamik seiner Veränderung. Sie sind inzwischen fester Bestandteil der mittelfristigen Betriebsplanung ("Forsteinrichtung") im öffentlichen Wald. Die FVA ist ebenso für die Durchführung von Großrauminventuren zuständig. Ihr obliegt die Landesinventurleitung für die Bundeswaldinventur (BWI), die der bundesweiten Erfassung der Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten dient. Erstmals in den Jahren 1986 bis 1988 und als Folgeinventur in den Jahren 2001 und 2002 durchgeführt, ist nun die dritte BWI für die Jahre 2011/12 geplant.

Bestandesbehandlung

Entwicklung, Wachstum und Ertragsleistung von Wäldern basieren nicht auf unabänderlichen Abläufen, sondern lassen sich durch forstliche Maßnahmen (Bestandesbehandlung) gezielt beeinflussen und steuern. Der Schwerpunkt dreht sich dabei insbesondere um den Komplex, wie die Konkurrenz gesteuert werden muss, um bestimmten Bäumen optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Untersucht wird die Auswirkung von Pflegen in Verjüngungen, Durchforstungen in heranwachsenden Wäldern und Erntemaßnahmen in verjüngungsreifen Altbeständen auf Wachstum und Entwicklung der Holzqualität. Hinzu kommen Maßnahmen, die gezielt die Holzqualität verbessern (z.B. Ästung). Ein Charakteristikum waldwachstumskundlicher Forschung ist dabei die klare Betonung reproduzierbarer, quantifizierender Untersuchungsansätze.

Waldarbeit

Unter dem traditionellen Begriff der Waldarbeit.verstehen wir die Betriebsarbeiten in der Waldwirtschaft, die durch den arbeitenden Menschen unmittelbar ausgeführt werden einschließlich dem Einsatz von Forstmaschinen. Der arbeitende Mensch stand in der Vergangenheit vielfach im Zentrum von Forschungsvorhaben. Aktuelle Forschungsvorhaben konzentrieren sich auf die Analyse und Optimierung der Holzbereitstellungsprozesse zwischen Wald und den Werken der holzverarbeitenden Industrie. Dazu gehört die Weiterentwicklung von Arbeitsverfahren unter ausdrücklicher Einbeziehung der motormanuellen Waldarbeit und der Betrachtung des arbeitenden Menschen in Hinblick auf Ergonomie, Pfleglichkeit und Effizienz durch intelligente Kombination von Mensch und Maschine.

Waldbewertung

Die Waldbewertung beschäftigt sich mit der Ermittlung verschiedener finanzieller Waldwerte, welche sich aus der Nutzung von Waldflächen ergeben. Neben der Verkehrswertermittlung, der Waldschadensbewertung sowie der Bewertung von Nutzungsrechten ist heute die Ermittlung der bisher nicht finanziell honorierten gesellschaftlichen Sozialleistungen des Waldes wie z. B. für Naturschutz, Trinkwassergewinnung oder Erholungsnutzung eine zentrale Aufgabe der Waldbewertung. Dabei gilt es für die Ableitung von Kompensationsbeträgen, die Auswirkungen der von außen auf die Forstwirtschaft einwirkenden Effekte finanziell zu bewerten.

Testbetriebsnetze

Mit den beiden Testbetriebsnetzen zeichnet die FVA die betriebswirtschaftliche Situation der Forstbetriebe in Baden-Württemberg auf Stichprobenbasis nach. Hierzu betreibt die Abteilung Forstökonomie zwei unterschiedliche Netze, das Testbetriebsnetz Kleinprivatwald 5-200 ha und das Testbetriebsnetz >200 ha. Letzteres deckt den Körperschaftswald, Großprivatwald und den Staatswald ab. Zusammen repräsentieren die beiden Netze 83 Prozent der Waldfläche des Landes.

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