Erhaltung der ökologischen Vielfalt der Rheinwälder
Vogelwelt und Waldstruktur in den Rheinauen

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Der Anteil von Starkholz an den untersuchten Waldbeständen war für die relativen Häufigkeiten einiger Vogelarten ein wichtiges Kriterium.

  • Die Gartengrasmücke hatte ihre größte relative Häufigkeit in Jungbeständen ohne Starkholz.
  • Die Turteltaube wurde am häufigsten in Beständen registriert in denen Starkholz zwar vorhanden, aber selten war (Dickungen und Stangenhölzer mit einzelnen alten Bäumen).
  • Die Schwanzmeise war bevorzugt an Waldrändern oder in strauchreichen Beständen anzutreffen. Starkholz war dort entweder selten oder nur in geringer Dichte vorhanden.
  • Der Gartenbaumläufer dagegen sucht seine Nahrung direkt an den Stämmen stärkerer Bäume. Seine relative Häufigkeit stieg mit dem Vorhandensein von Starkholz an.
  • Die Goldammer schließlich ist ein Vogel offener strauchreicher Flächen. Dem gemäß war sie in Probekreisen ohne Starkholz am häufigsten. Aber auch in Probekreisen mit viel Starkholz kam sie erstaunlich häufig vor. Sie erreichte in alten Kulturpappelbeständen mit einer ausgeprägten Strauchschicht und hohen Baumabständen dann eine höhere Dichte, wenn diese an Freiflächen angrenzten.


Anteil offener Gewässer und mittlere Häufigkeiten der Wasservögel in Deutschland und Frankreich. 

Insgesamt lässt sich sagen, dass in Frankreich mit seinem trockeneren, offeneren Waldflächen die Vogelgilde der Waldränder und strauchreichen Flächen häufiger vorkam. In Deutschland mit seinem dichteren, Insgesamt lässt sich sagen, dass in Frankreich mit seinem trockeneren, offeneren Waldflächen die Vogelgilde der Waldränder und strauchreichen Flächen häufiger vorkam. In Deutschland mit seinem dichteren, geschlosseneren Altbeständen kamen dafür charakteristische Vogelar-ten aus der Gilde der Waldvögel wie Kernbeißer und Trauerschnäpper häufiger vor. Auch Wasservögel waren in Deutschland häufiger, da es mehr offene Gewässer in den Wäldern auf deutscher Seite gab. Die strukturellen Unterschiede zu beiden Seiten des Rheins bedingen deutliche Unterschiede in der Vogelwelt der untersuchten Bereiche.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Frank Hohlfeld
Charlottenburger Str. 5
79114 Freiburg i. Br.
E-Mail: FrankHohlfeld@compuserve.de

Richard Hauschild
Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
Abt. Waldökologie
Wonnhalde 4
79100 Freiburg
Tel.: 0761 / 4018-270
E-Mail: Richard.Hauschild (+@forst.bwl.de)

Pascal Denis
Offíce National des Forêts –SAT
22, rue de Herrlisheim B.P. 486
F – 68020 Colmar Cédex
Tel.: 0033/389229622
E-Mail: pascal.denis@onf.fr

Artikel-Datum: 01.03.2004

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