Das Depositionsmessnetz der FVA

 
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Die Messstationen

Im Depositionsmessnetz der FVA werden die Stoffeinträge in Wälder Baden-Württembergs gemessen. Mit seiner gut 20-jährigen Zeitreihe liefert das Depositionsmessnetz neben den jeweils aktuellen Säure- und Stoffeinträgen Informationen über die Entwicklungstendenzen der Einträge.

Die Abnahme der Gesamtsäureeinträge um 25-50% seit Anfang der Depositionsmessungen kann als Erfolg der Luftreinhaltepolitik der Landesregierung gewertet werden. Trotzdem liegt die Depositionsbelastung im überwiegenden Teil der Landesfläche immer noch über der für eine ungestörte Funktionstüchtigkeit von Wäldern kritischen Belastungsschwelle, so dass weitere Anstrengungen zur Luftreinhaltung nach wie vor notwendig sind. Dies gilt insbesondere im Bereich der Stickstoffbelastung.


Datenreihen

1982/83 wurden in Baden-Württemberg die ersten Depositionsmessflächen von der FVA eingerichtet. Derzeit werden die Stoffeinträge an 19 fest installierten Stationen und einer jährlich verlegten Station unter Fichte (ersatzweise Douglasie) und für ein jeweils nahe gelegenes Referenzfreiland im 2-Wochen-Turnus gemessen. Seit Sommer 2009 wird an den Stationen Conventwald, Altensteig, Esslingen, Ochsenhausen und Heidelberg zusätzlich noch der Niederschlag unter Buche beprobt.
Die Zeitreihen für Gesamtsäureeinträge, Gesamtstickstoffeinträge (ab 1996) und weitere Stoffeinträge umfassen die Ergebnisse aus allen Depositionsmessflächen, auch wenn diese teilweise wieder aufgegeben wurden.

11 Depositionsmessstellen, die gleichzeitig Kronenzustands-Dauerbeobachtungsflächen sind, sind mit meteorologischen Messfühlern ausgestattet und bilden das Klimamessnetz der FVA. Dieses stellt eine wichtige räumliche Ergänzung der langfristigen meteorologischen Messnetze der nationalen Wetterdienste dar, welche i. d. R. größere Waldgebiete aussparen und sich auf die offene Landschaft und insbesondere auf urbane Räume konzentrieren.