Der Wald in Baden-Württemberg - Ergebnisse der Bundeswaldinventur 2

Methodik
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Waldinventuren basieren auf systematische Stichprobennetzen. Die Bundeswaldinventur-Stichproben sind in Trakten angeordnet, die ihrerseits in einem am Gauss-Krüger-System orientierten Gittenetz angelegt sind. Die Verwaltungsvorschrift schreibt ein Grundnetz mit 4 X 4 km Seitenlänge vor. In Baden-Württemberg wurde bereits bei der Bundeswaldinventur I das Netz auf 2 X 2 km, also den vierfachen Stichprobenumfang verdichtet. Die größere Zahl an Stichproben erlaubt wesentlich genauere Schätzungen sowie regional differenzierte Auswertungen. Ein Trakt ist ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 150 m (Abb. 1). Die Traktecken, die auf Wald treffen, bilden den Mittelpunkt für eine Reihe von Aufnahmeverfahren. 


Abb. 1: Stichproben - Netz mit Inventurtrakt. An den Traktecken, die auf Wald treffen, erfolgt die Datenerhebung nach verschiedenen Aufnahmeverfahren

Wesentliches Merkmal ist, dass es sich um dauerhaft unsichtbar vermarkte, sogenannte permanente Stichproben handelt. Dies bedeutet, dass bei wiederholten Inventuren die Aufnahme immer an denselben Punkten erfolgt, sofern der Wald nicht umgewandelt wird. Permanente Stichproben ermöglichen es, die Veränderungen des Waldes durch Zuwachs und Nutzung oder natürliche Mortalität genau zu erfassen. An den Traktecken werden folgende Aufnahmen durchgeführt:

Das gesamte Verfahren und die Aufnahmeanweisung kann im Internet unter http://www.bundeswaldinventur.de/media/archive/214.pdf nachgelesen werden.

In Baden-Württemberg treffen insgesamt 13.619 Traktecken auf Wald (Holzboden und Nichtholzboden). Davon fallen 13.228 auf begehbaren Holzboden, auf welchem die oben genannten Aufnahmen durchgeführt werden konnten. Insgesamt wurden 96.719 Probebäume mit einem BHD ³ 7 cm mR erfasst, davon 57.162 zum zweiten Mal.

Autoren:

Gerald Kändler, Matthias Schmidt, Johannes Breidenbach
Abt. Biometrie und Informatik

Artikel-Datum: 01.01.2005