Bundeswaldinventur II

Regionale Ergebnisse für Baden-Württemberg

Erläuterungen

 BWI 1 / BWI 2

Die Bundeswaldinventur 2 (BWI 2) wurde in den Jahren 2001 und 2002 durchgeführt (Stichjahr der Inventur 2002); die BWI1 fand in den Jahren 1986 bis 1988 statt (Stichjahr 1987).

Die BWI 2 wurde als Großrauminventur in ganz Deutschland durchgeführt, die BWI 1 fand nur in den alten Bundesländern statt.
Näheres zur Methodik der Aufnahmen

 Fehler

Bei allen Zahlenangaben handelt es sich um Schätzwerte, die nach statistischen Methoden aus Stichproben hergeleitet worden sind. Sie geben die Größenordnung der "wahren" Werte an und sind mit einem Fehler behaftet, der sowohl in den Tabellen mit dem Vorzeichen ± sowie in den Grafiken als sogenannter Fehlerbalken an der Oberseite der Säulen dargestellt wird. In den Tabellen wird der Fehler als Prozentwert angegeben, in den Grafiken stellt der Fehlerbalken die absolute Schwankungsbreite dar. Es handelt sich um den einfachen Fehler, der den Schwankungsbereich (Wert minus Fehler bis Wert plus Fehler) angibt, in welchem sich - bei Unterstellung einer Normalverteilung - mit etwa 68% Wahrscheinlichkeit der wahre Wert befindet. Will man eine größere Sicherheit haben, muss man den Fehler verdoppeln; in diesem Fall befindet sich in dem doppelten Schwankungsbereich der wahre Wert mit 95% Sicherheit.

Je kleiner die Auswertungseinheit ist, umso größer wird der Stichprobenfehler. Deshalb sind z.b. die Aussagen für eine selten vorkommende Baumart mit wesentlich höheren Unsicherheiten behaftet als etwas Aussagen für Fichte und Buche. Auch bei den Flächeneinheiten sind die Aussagen z.B. für Landkreise mit geringem Waldanteil mit deutlich größerem Fehler behaftet als beispielsweise die landesweiten Auswertungen. Bei der Interpretation der Ergebnisse muss deshalb immer neben den absoluten Werten auch der Stichprobenfehler mit einbezogen werden.

 Stammschäden

Unter Stammschäden werden alle von außen verursachte Beschädigungen des Stammes verstanden, die durch menschliche Aktivitäten (Holzernte) sowie natürliche biotische oder abiotische Ursachen entstehen; biotische Schäden sind z. B. Schälschäden durch Rotwild, Käferlöcher oder Pilzkonsolen, abiotische Schäden sind z.B. Frostrisse. Angegeben wird der Anteil des Vorrats von Bäumen mit Stammschäden am Gesamtvorrat.

 Zuwachs / Nutzung

Der Zuwachs wird als mittlerer jährlicher Zuwachs an Vorrat in m³ mit Rinde je Hektar Baumartenfläche angegeben, die Nutzung entsprechend als mittlerer jährlicher Vorratsabgang in m³ mit Rinde je Hektar Baumartenfläche. Die Werte gelten für die Periode von 1987 bis 2002. Nutzung umfasst demnach nicht nur die Vorratsentnahme durch die Holzernte, sondern auch den durch natürliche Mortalität ausgeschiedenen Vorrat.

 Naturnähestufen

sehr naturnah Anteil der Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft einschließlich Neben-/Begleit und Pionierbaumarten >= 90 %
Alle Hauptbaumarten der natürlichen Waldgesellschaft sind vorhanden
Bestockungsanteil dieser Baumarten in der Summe >=50%
Gesamtanteil der außereuropäischen Baumarten <=10%
naturnah Anteil der Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft einschließlich Neben-/Begleit und Pionierbaumarten >= 75 %
Eine oder mehrere Hauptbaumarten der natürlichen Waldgesellschaft sind mit insgesamt mindestens 10% vorhanden
Anteil der außereuropäischen Baumarten <=30%
bedingt naturnah Anteil der Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft einschließlich Neben-/Begleit und Pionierbaumarten >=50%
kulturbetont Anteil der Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft einschließlich Neben-/Begleit und Pionierbaumarten >=25%
kulturbestimmt Alle sonstigen Bestände (bei denen Naturnähestufe 1-4 nicht erreicht wird)

Die Naturnähestufen wurde bei der BWI 1 nicht aufgenommen, deswegen keine Vergleichsdaten von 1987!

 Totholz

liegend mindestens 20cm stark am dicken Ende
stehender Baum mindestens 20cm stark in 1,30m Höhe (BHD), ganzer Baum
stehendes Bruchstück mindestens 20cm stark in 1,30m Höhe (BHD), Bruchstück
Wurzelstock mindestens 60cm stark oder > 0,5m hoch (aber < 1,30m)

Totholz wurde bei der BWI 1 nicht aufgenommen, deswegen keine Vergleichsdaten von 1987!

 Bodenvegetation


Die Bodenvegetation wurde bei der BWI 1 nicht aufgenommen, deswegen keine Vergleichsdaten von 1987!