Borkenkäfer-Monitoring

Aktuelle Flugzahlen des Buchdruckers (Ips typographus) in Baden-Württemberg (Südschwarzwald) im Jahr 2016
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Lage

22.07.2016
Die sommerlichen Temperaturen bestehen nun seit gut einer Woche. Nahezu überall wurde die zweite Buchdrucker-Generation begründet, in tieferen bzw. wärmeren Lagen wurde auch schon die Geschwisterbrut der zweiten Generation angelegt.
Die Fangzahlen in den Pheromonfallen sind überall leicht zurückgegangen. Dies ist recht typisch für den Sommer - der Käfer zieht sich eher ins Bestandesinnere zurück, Pheromonfallen im Freistand werden daher weniger stark angeflogen.
Die Käferholzmengen übersteigen schon jetzt in einigen Bereichen die Werte zu selben Zeitpunkt im Vorjahr. Und dies, obwohl das Frühjahr naß und an einigen Orten durchschnittlich zu kalt war. Daher ist weiter Vorsicht geboten, das "Käferjahr" ist noch nicht rum ...

Folgerungen für die Praxis

Im Sommer siedelt der Buchdrucker eher im Bestandesinneren und kann dort nur schwer gefunden werden. Erfolgreiche Käferbekämpfung ist nur möglich, wenn sehr frühzeitig die Befallsnester mit entstehender Brut gefunden und entschärft werden. Mehrere Wochen nach Befallsbeginn, wenn sogar die Kronen schon zeichnen, ist kaum noch ein bremsender Effekt auf den Befallsverlauf zu erwarten.


Wie wird’s gemacht: Bohrmehlsuche
Kennzeichen eines Käferbefalls sind:
̶ braunes Bohrmehl auf der Rinde, unter Rindenschuppen, auf Spinnweben, am Stammfuß und auf der Bodenvegetation
̶ Harztröpfchen und Harzfluss am Stamm, v. a. am Kronenansatz
̶ helle Flecken, sogenannte „Spiegel“ auf der Rinde durch die Tätigkeit der Spechte, wodurch größere Rindenstücke abfallen und das helle Splintholz sichtbar wird
̶ charakteristische Fraßbilder unter der Rinde
̶ Rötung
̶ Abfall grüner oder roter Nadeln
̶
Die sicherste Möglichkeit, den besonders bedeutenden Stehendbefall rechtzeitig vor dem Ausflug der Käfer zu erkennen, stellt in der Flugzeitzeit die Suche nach Bohrmehl dar:
Wann und wie häufig?
Beginn der Suche im Frühjahr nach dem ersten Flug bis September, je nach Gefahrenlage im ein- bis zweiwöchigen Turnus. Da das Bohrmehl durch vorherigen starken Wind oder Regen weggeweht bzw. abgewaschen werden kann, müssen die Kontrollen bei solchen Witterungsverhältnissen ausgesetzt werden.

Wo?
Die Kontrolle ist gezielt im Bereich vorjähriger Befallsorte sowie südexponierter Lagen und aufgerissener Bestandesränder durchzuführen. Besonders gefährdete Bereiche bilden auch die Ränder von Windwurf- und Schneebruchnestern. Bei entsprechender Gefahrenlage sind alle Fichtenbestände einzubeziehen, wegen der Gefährdung durch Kupferstecher auch Jungwüchse.
Wie?
Die Kontrolle erfolgt in älteren Beständen einzeln, d.h. Baum für Baum. Für die Organisation einer raschen Aufarbeitung und der rechtzeitigen Abfuhr bzw. Unschädlichmachung befallener Bäume ist insbesondere bei größeren Betrieben die Anlage von Befallskarten sinnvoll. Befallene Bäume sind für den nachfolgenden Einschlag auffällig zu markieren.

 Fangzahlen Fbz. Freiburg Stadt, "Wonnhalde" 300-400 m ü.N.N.

Aktuelle Fangergebnisse des Buchdruckers im kollin-warmen Gebiet 300-400 m ü.N.N. als wöchentliche Fangzahlen
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 Fangzahlen Fbz. Freiburg Stadt "Oberer Haller" 600m ü.N.N.

Aktuelle Fangergebnisse des Buchdruckers im mittelmontanen Gebiet 700 m ü.N.N. als wöchentliche Fangzahlen
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 Fangzahlen Fbz. Kirchzarten "Zipfelweg" 900m ü.N.N.

Aktuelle Fangergebnisse des Buchdruckers im montan-kühlen Gebiet 900 m ü.N.N. als wöchentliche Fangzahlen
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