Rotwildmanagement

Das Rotwild ist eine raumbeanspruchende Wildart, dessen Management möglichst großflächig umgesetzt werden sollte. Unterschiedliche waldbauliche und jagdliche Zielsetzungen, kleine Jagdreviere, ungelenkte Freizeitaktivitäten und nicht zuletzt mangelhafte Kommunikation zwischen den beteiligten Personen erschweren den Umgang mit Rothirschen beträchtlich und führen oftmals zu einer mangelnden Akzeptanz. Jagdrevierübergreifende Managementkonzepte, an denen alle Interessengruppen mitwirken und die auf fundierten wildtierökologischen Erkenntnissen aufbauen, sind ein wesentlicher Baustein für ein modernes Rotwildmanagement.

Die Erfassung der wildtierökologischen Grundlagen und die Entwicklung von Konzeptionen am Runden Tisch mit Beteiligten aller Interessengruppen sind Schwerpunkte unseres Arbeitsbereichs.

Details zum Thema

Konzeptionen, auf deren Basis alle Aspekte im Umgang mit Rotwild für ein definiertes Gebiet abgestimmt und umgesetzt werden, haben sich als ein Erfolgsrezept in einem modernen Rotwildmanagement herausgestellt. Der Weg zu einer Konzeption ist dagegen oft steinig und verlangt von allen Interessengruppen den Willen zur Mitarbeit, gegenseitiges Verständnis, Kompromissfähigkeit und eine ehrliche Zieldefinition.

Ohne ein grundlegendes Verständnis über die Lebensweise des Rotwildes in einem Gebiet geht es nicht. Ein weiterer elementarer Pfeiler für eine erfolgreiche Konzeption ist daher die objektive Untersuchung des Rotwildes über fundierte wissenschaftliche Erhebungen im Feld. Diese beinhalten Analysen zur jahreszeitlichen Raumnutzung, der Rotwilddichte, des Lebensraumes und seiner anthropogenen Nutzung oder der jagdlichen Bewirtschaftung. Durch die Beachtung der wildtierökologischen Erkenntnisse lassen sich nicht nur die Bedürfnisse des Rotwildes berücksichtigen. Auch das Erreichen der menschlichen Ziele gelingt hierdurch leichter.

Alle Ziele lassen sich meist nicht auf derselben Fläche erreichen. Die räumliche Differenzierung von unterschiedlichen Bereichen mit variierender Zielsetzung ist daher in vielen Gebieten das entscheidende Instrument, um sowohl den Interessen der Menschen, als auch den Bedürfnissen des Rotwildes gerecht zu werden. So kann zum Beispiel in einem Walderlebnisbereich die Freizeitnutzung im Fokus stehen, während in einem Wildruhebereichen das Rotwild mit seinen Lebensraumansprüchen den Vorrang hat. Die Zielerreichung in den einzelnen Bereichen wird schließlich über maßgeschneiderte Maßnahmen gefördert.

Rotwildkonzeption Nordschwarzwald

Das Rotwildgebiet Nordschwarzwald ist das größte Rotwildgebiet in Baden-Württemberg. Ein Anstieg der Rotwilddichte, viele schälgefährdete Waldbestände, zunehmende Freizeitnutzung und die Ausweisung des Nationalparks haben das Rotwildmanagement im Gebiet vor neue Aufgaben gestellt. Ziel des Projekts ist die Erarbeitung einer revierübergreifenden Rotwildkonzeption, über die das Rotwildmanagement im Nordschwarzwald optimiert und langfristig umgesetzt werden soll. Die Konzeption gründet auf den im Projekt erarbeiteten wildtierökologischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen und wird zusammen mit den Akteuren vor Ort entwickelt.

Detaillierte Informationen zur Entwicklung der Rotwildkonzeption Nordschwarzwald finden Sie unter www.rotwildkonzeption-nordschwarzwald.de

Rotwildkonzeption Südschwarzwald

Das Rotwildgebiet Südschwarzwald ist mit einer Fläche von 17.500 ha das höchstgelegenste Rotwildgebiet in Baden-Württemberg. Bereits im Jahr 2008 wurde für dieses Gebiet eine Rotwildkonzeption erarbeitet, die zu einem Modell für erfolgreiches Rotwildmanagement geworden ist. Detaillierte Informationen zur Rotwildkonzeption Südschwarzwald finden Sie in der 2008 veröffentlichten Broschüre: „Rotwildkonzeption Südschwarzwald“ und in der 2018 veröffentlichen Evaluation „Rotwildkonzeption Südschwarzwald – Umsetzung & Weiterentwicklung“.

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