Methodenentwicklung Baummarder

Der Baummarder ist ein geschickter Kletterer und typischer, wenn auch selten zu beobachtender, Bewohner unserer Wälder. Obwohl als waldgebundene Art beschrieben, kommen Baummarder immer öfter in stark isolierten Waldgebieten oder Siedlungsnähe vor. Ob die Art verstärkt in suboptimale Lebensräume verdrängt wird oder sie ihren Lebensraum deutlich flexibler nutzen kann als bisher angenommen, kann derzeit nur spekuliert werden.

In Baden-Württemberg kommt der Baummarder nahezu flächendeckend vor. Seine Bejagung ist stark rückläufig, es wird allerdings eine stetige Zunahme an Verkehrsverlusten verzeichnet. Fragen zur tatsächlichen Lebensraumnutzung, Bestandsgröße sowie Populationsökologie innerhalb Baden-Württembergs sind weitestgehend unbeantwortet, weil keine differenzierten Daten erhoben wurden. Im Sinne des JWMG übernimmt die Wildtierökologie der FVA nun die Aufgabe eines detaillierten Baummardermonitorings und darüber hinaus die Bearbeitung weiterer Forschungsfragen.

Aufgaben & Ziele

Da der Baummarder schwer zu beobachten ist und eine hohe Verwechslungsgefahr mit dem Steinmarder besteht, ist eine systematische Arterfassung nicht ganz einfach. So sind optische Hilfsmittel, wie beispielsweise der Einsatz von Wildkameras, schnell fehlerhaft oder ungenügend. In der Literatur werden für den Baummarder noch weitere Monitoringmethoden vorgeschlagen, von denen sich noch keine vollständig bewährt hat. In einem ersten Schritt wird daher an der FVA die Eignung verschiedener Monitoringmethoden in einer Pilotstudie getestet und evaluiert. Zielsetzung ist dabei die Etablierung eines systematischen Monitorings, das langfristig Aussagen zu den folgenden Themen ermöglicht:

  • Populationsdichte und Populationsentwicklung
  • Lebensraumnutzung und -verfügbarkeit

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