Von Schadflächen profitieren?

Projekt 1714: Auswirkung klimawandelbedingter ­Schadflächen auf die Biodiversität

Im Zuge des Klimawandels kommt es häufiger zu Jahren mit Trockenheit und Wassermangel. Das führt im Wald zum Absterben von Baumarten durch Trockenstress und Insektenbefall, die eigentlich an diesen Standorten gut wachsen. Diese Schadflächen aus forstlicher Sicht bieten jedoch gleichzeitig Totholz und aufgelichtete Bereiche, was sich wiederum auf viele naturschutzrelevante Artengruppen (z.B. Totholzinsekten, Tagfalter, Vögel, Fledermäuse) positiv auswirken könnte. Die Auswirkungen von großflächigen Schadflächen auf die Waldbiodiversität soll daher untersucht werden.

 

Fragestellung

Welche Auswirkungen haben das Absterben von Waldflächen und deren anschließende Behandlung (Belassen oder Räumen) auf die Tier- und Pflanzenvielfalt?

 

Zielsetzung

Ziel des Projektes ist, die Auswirkung von Absterbeprozessen und unterschiedlichen Behandlungen der Störungsbereiche (Belassen oder Räumen) auf verschiedene Waldarten(-gruppen) zu untersuchen. Naturnah bewirtschaftete und geräumte Vergleichsflächen werden hierfür aus dem Projekt "Biodiversität entlang eines Waldnutzungsgradienten" übernommen und durch Flächen mit rezenten, großflächigen Trockenschäden ergänzt, auf denen das Totholz belassen wird. Auf den Flächen werden Abundanz und Diversität von Gefäßpflanzen, Tagfaltern, Totholzkäfern, Vögeln und Fledermäusen erhoben. In einer zweiten Projektphase sollen auch unterschiedlich aufgeforstete Störungsflächen, sowie deren langfristige Entwicklung untersucht werden. Aus den Ergebnissen sollen Empfehlungen abgeleitet werden, ob und wie die vermehrt auftretenden, klimawandelbedingten Störungen für die Förderung der Waldbiodiversität genutzt werden können.

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