Schaumstoff aus Holz?

Projekt 1742: Chemische Charakterisierung von Holz­ ­­klima­angepasster Baumarten

Holz ist als natürlicher Rohstoff in seiner Vielfalt ein maßgeblicher Bestandteil einer nachhaltigen Bioökonomie. Für eine umfassende Bewertung der unterschiedlichen Laub- und Nadelholzarten Baden-Württembergs in der gesamten Breite aller ihrer Verwendungsmöglichkeiten werden zukünftig die holzchemischen Bestandteile eine größere Bedeutung erfahren. Somit können beispielsweilse die im Holz enthaltenen Extraktstoffe zur Herstellung von z.B. Dämm- und Schaumstoffen oder Klebstoffen genutzt werden. Zudem können wertvolle Plattformchemikalien für die pharmazeutische und Lebensmittelindustrie gewonnen werden. 
 

Fragestellung

Wie sehen die chemischen Inhaltsstoffe und Holzbestandteile von klimaresistentem Holz in ihrer Zusammensetzung und ihrem Volumenanteil aus? Wie kann man die Bestimmung der Holzbestandteile, welche von vielen Faktoren wie Alter, Gewebetyp, Standort, Position, etc. innerhalb des Baumes abhängen, systematisieren?
 

Zielsetzungen

Ziel ist es, ein Probenahme- und Messprotokoll zur chemischen Holzcharakterisierung zu entwickeln, damit künftig eine Methode zur Verfügung steht, um eine zielgenaue und marktangepasste Erzeugung der Rohholzressource im Wald zu gewährleisten.
 

Vorgehensweise

Für die Entwicklung des Methodenprotokolls wurde als Nadelbaumart die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) ausgewählt, der bereits jetzt eine gewisse forstwirtschaftliche Bedeutung zukommt. Als Vertreter der Laubbäume soll der Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) untersucht werden, der besonders auf Eschenstandorten als vielversprechend gilt. Beide Baumarten gelten als dem Klimawandel angepasst und gewinnen somit immer größere Bedeutung.

Neben den strukturgebenden Hauptbestandteilen von Holz, Cellulose und Lignin, sollen auch die Gehalte und die Zusammensetzung der Extraktstoffe bestimmt werden. Diese je nach Baumart 2-20 Prozent der Masse ausmachenden organischen Verbindungen im Holz können mit bereits bestehender Technik zur Herstellung von z.B. Dämm- und Schaumstoffen oder Klebstoffen genutzt werden. Zudem können wertvolle Plattformchemikalien für die pharmazeutische und Lebensmittelindustrie gewonnen werden. Durch die Verwertung von Ernteresten wie Rinde und Astholz und durch die Nutzung von weniger gefragten Holzqualitäten könnte sich so eine zusätzliche Möglichkeit zur Wertschöpfung ergeben.

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