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Forstminister informiert sich über Wasserrückhalt im Wald

Links: Eine Frau steht vor einem Plakat im Wald und spricht. Rechts: Ein Mann und eine Frau stehen im Wald und hören einer anderen Person zu. FVA BW/Keller

Links: Dr. Heike Puhlmann gibt einen Einblick in das Projekt "Dezentraler Wasserrückhalt im Wald". Rechts: Forstminister Peter Hauk MdL und Dr. Heike Puhlmann im Austausch mit weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Peter Hauk MdL hat im Rahmen seiner Sommertour den Stadtwald Villingen-Schwenningen besucht und einen Einblick in die dort umgesetzten Maßnahmen zum Wasserrückhalt gewonnen.

Wasserrückhalt durch Weiher

Weiher im Wald eignen sich sehr gut dafür, große Wassermengen nach starkem Regen aufzunehmen und in trockenen Zeiten dagegen an den Wald zurückzugeben. Als Lebensraum – etwa für Amphibien – leisten sie zudem einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt. Der Stadtwald Villingen-Schwenningen hat in den vergangenen Jahren zahlreiche solcher Weiher angelegt. Forstamtsleiter Dr. Tobias Kühn gab Forstminister Peter Hauk MdL einen Einblick in die Arbeiten. Jürgen Roth, Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, und Landtagsabgeordnete Martina Braun MdL waren ebenfalls vor Ort.

Welche Maßnahme eignet sich wo? FVA berät und begleitet

Im Projekt "Dezentraler Wasserrückhalt im Wald" erarbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FVA-Abteilung Boden und Umwelt Maßnahmen und Steckbriefe für den Wasserrückhalt im Wald. Auch ein breites Beratungsangebot, Schulungen vor Ort sowie die Durchführung einer Pilotfinanzierung zählen zu den Aufgaben der Abteilung. So sollen in den kommenden zwei Jahren in ganz Baden-Württemberg verschiedene Maßnahmen in etwa 30 Gemeinden umgesetzt werden.

Dr. Heike Puhlmann, Leiterin der Abteilung, und ihr Mitarbeiter Simon Keller informierten über das Projekt, seine Hintergründe und Ergebnisse. Dabei betonte Puhlmann, dass bereits jetzt ein Umdenken im Forst zu erkennen sei: "Es geht weg von 'Wasser schnell raus aus dem Wald' und hin zu 'Wasser als kostbares Gut so lange wie möglich im Wald zurückhalten.'"

Teil der Waldstrategie 2050

Das Projekt wird seit Mai 2025 im Rahmen der Waldstrategie Baden-Württemberg gefördert und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Es ist im Themenfeld 2 "Klimawandel" verortet und fokussiert in erster Linie auf Ziel 5 der Waldstrategie: "Das aktive Waldmanagement sichert alle Waldfunktionen unter den Herausforderungen des Klimawandels." Nachgeordnet liefert die Maßnahme auch Beiträge zu Ziel 13: "Der Wald in Baden-Württemberg gewährleistet einen dauerhaften Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere Wasser-, Luft- und Bodenschutz."

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