FVA-Meldung
Erfolgreiche Artenförderung im Schonwald am Beispiel des Bergkronwicken-Widderchens
FVA BW/Dalüge
Bergkronwicken-Widderchen
Gezielte Förderung in Zwiefalten zeigt Wirkung
Eine isolierte Reliktpopulation des Schmetterlings in der Nähe von Zwiefalten wurde über die letzten fünf Jahre durch Auflichtungsmaßnahmen sowie durch Neuschaffung potentieller Lebensräume gezielt gefördert und das mit deutlichem Erfolg: Die Futterpflanze Bergkronwicke (Coronilla coronata) konnte sich ausdehnen und mit ihr stieg auch die Zahl der Bergkronwicken-Widderchen merklich an. Zudem profitieren viele weitere lichtliebende Tier- und Pflanzenarten von den Maßnahmen. Diesen Erfolg konnten die Teilnehmenden gemeinsam mit Kolleginnen der luxemburgischen Naturverwaltung vor Ort bestätigen.
Die Förderung ist eine Kooperationsarbeit im Rahmen der Waldnaturschutzkonzeption und des Artenschutzprogramms Baden-Württemberg (am Regierungspräsidium Tübingen)
Hintergrund: Das Bergkronwicken-Widderchen
FVA BW/Magg
Raupe des Bergkronwicken-Widderchens
Das Bergkronwicken-Widderchen (Zygena fausta) ist ein Schmetterling, der auf trocken-warmen Süd- und Südwesthangbereichen vorkommt, in Baden-Württemberg vor allem auf lichten, kalkhaltigen Waldstandorten der Schwäbischen Alb. Die Raupen sind essentiell auf die Bergkronwicke als Futterpflanze angewiesen, deren Habitate über die letzten Jahrzehnte stark zugewachsen sind. Deswegen sind von diesem Schmetterling meist nur noch kleine Reliktpopulationen vorhanden.