Dafür kombinierten Forschende Daten des Monitorings häufiger Brutvögel mit satelliten- und luftbildgestützten Waldstrukturinformationen. Durchgeführt wurde das Kooperationsprojekt vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und der Abteilung Waldnaturschutz, Arbeitsbereich Waldschutzgebiete und Biodiversität. Die Waldstrukturdaten stammen aus dem Projekt MoBiTools der Abteilung Biometrie und Informatik, Arbeitsbereich Fernerkundung.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Arten: Waldgebundene Arten wie Kleiber, Schwarzspecht und Sumpfmeise profitieren von waldreichen Gebieten mit hohem Buchenanteil. Arten offener Landschaften wie Baumpieper, Wendehals und Neuntöter treten dagegen häufiger in Gebieten mit mittlerer Walddeckung und einem höheren Anteil an Waldrändern auf. Fichtenbestände hatten auf keine der untersuchten Arten einen positiven Einfluss. Insgesamt wurde die Vogelvielfalt besonders durch ältere, überdurchschnittlich hohe Buchenbestände gefördert.
Die Studie unterstreicht das große Potenzial moderner Fernerkundungsdaten, ökologische Zusammenhänge und Veränderungen in Waldökosystemen großflächig sichtbar zu machen – und damit die Grundlage für ein vorausschauendes, biodiversitätsorientiertes Waldmanagement zu schaffen.
FVA BW/Ballenthien