FVA-Meldung
Klimafeste Wälder durch genetische Vielfalt: Vorstellung der neuen Auflage der Herkunfts- und Verwendungsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut
FVA BW/Rentschler
Dr. Jörg Kleinschmit, Leiter der Abteilung Waldnaturschutz, gibt einen Einblick in die neue Auflage der Herkunfts- und Verwendungsempfehlungen.
Gerade im Klimawandel ist die Herkunft von Baumarten wichtiger denn je: Waldbäume, die an wärmeres und trockeneres Klima gewohnt sind, stellen eine wichtige Bereicherung für die Wälder Baden-Württembergs dar. Daher spielt die Saatgutgewinnung von genau diesen Herkünften eine wichtige Rolle.
Beratungshilfe für die Forstpraxis
Landesforstverwaltung (LFV) und FVA geben der Forstpraxis dabei eine konkrete Beratungshilfe an die Hand: Die Broschüre "Herkunfts- und Verwendungsempfehlungen" bündelt das Wissen aus angewandter Waldforschung und Praxiserfahrung. Damit unterstützt sie nicht nur Waldbesitzerinnen und -besitzer im Land bei der Auswahl für ihre Flächen geeigneter Herkünfte des Pflanz- und Saatguts. Sie richtet sich auch an Forstsamen- und Forstpflanzenbetriebe, um ihnen dabei zu helfen, ein passendes Angebot bereitzustellen. Die neue Auflage der Herkunftsempfehlungen wurde umfangreich überarbeitet, um den Anforderungen des Klimawandels gerecht zu werden. Sie umfasst deutlich mehr Baumarten und nimmt Bezug auf Forschungsergebnisse, um explizit Herkünfte mit erhöhter Klimaresilienz zu empfehlen.
Kontakt
Dr. Jörg Kleinschmit
Dr. Charalambos Neophytou
Felix Rentschler
Galerie: Forstminister Peter Hauk MdL in Neuenstein
FVA BW/Rentschler
PD Dr. Charalambos Neophytou, Leiter des Arbeitsbereichs "Waldgenetik und forstliches Vermehrungsgut", stellte die Zerreiche als eine trockentolerante Art vor, die neu in die Herkunftsempfehlungen übernommen wurde.