Dank einer diesjährig vollen Blüte konnten die Forschenden in luftigen 30 Metern Höhe mit Hilfe einer Hubarbeitsbühne weibliche Blüten isolieren und mit Pollen ausgewählter Bäume der jeweils anderen Art bestäuben. Ein aufwändiges, aber notwendiges Verfahren, um gezielte Kreuzungen unter kontrollierten Bedingungen zu ermöglichen. Der untersuchte Altbestand und dessen Naturverjüngung wird ergänzend molekulargenetisch analysiert
Wie geht es weiter?
Jetzt heißt es abwarten: Im Herbst sollen die Eckern geerntet und im Frühjahr 2027 zum Keimen gebracht werden. Die genetische Analyse der Nachkommen wird dann Antworten auf folgende Fragen liefern:
- Wie stark hybridisieren die beiden Arten unter freier Abblüte im Vergleich zur kontrollierten Kreuzung?
- Gibt es Unterschiede im Keimverhalten des Saatgutes?
- Welche reproduktiven Barrieren beeinflussen Grad und Richtung der Hybridisierung?
Die Ergebnisse sollen zudem dazu beitragen, das naturschutzfachliche Risiko durch Genfluss besser einzuschätzen und konkrete Grundlagen für den Einsatz als Alternativbaumart in der Praxis liefern.