Wir möchten herausfinden, welche äußeren Befallsmerkmale auf welches Schadstadium hinweisen. Zentrale Fragen im Projekt:
- Welche Symptome sind wirklich eindeutig?
- Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Fällung?
- Wann kommt jede Maßnahme zu spät?
Das Verbundprojekt Monitoring- und Management-Optionen für Borkenkäfer an Weißtannen (MoMaWTa)
Borkenkäfer stellen schon heute für die Weißtanne einen bedeutenden Mortalitätsfaktor dar und das Risiko steigt mit dem fortschreitenden Klimawandel weiter an. Dennoch ist das Wissen über die Käfer-Wirts-Beziehung und wirksame Managementmaßnahmen bislang erstaunlich begrenzt.
An der FVA werden deshalb umfangreiche Labor- und Freilandstudien durchgeführt, die:
- zur Entwicklung eines Phänologiemodells für den Krummzähnigen Tannenborkenkäfer beitragen,
- den Zusammenhang zwischen äußerer Befallssymptomatik und tatsächlichem Befallszustand untersuchen, um die Wirksamkeit von Sanierungsmaßnahmen zu beurteilen,
- sowie das Potenzial fernerkundlicher Methoden zur Befallserkennung evaluieren (in Kooperation mit FVA-Abteilung Biometrie und Informatik).
Parallel dazu entwickelt die Forstentomologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg auf Basis vorhandener Daten ein Befallsrisikomodell.
Nutzen für die Praxis
Nach Abschluss des Projekts sollen der Forstpraxis neue, praxistaugliche Instrumente zur Verfügung stehen, um Schäden frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen. Damit kann die Weißtanne – eine ökologisch wie ökonomisch wertvolle Zukunftsbaumart der Mittel- und Hochgebirgswälder Deutschlands – langfristig erhalten und weiter gefördert werden
FVA BW/Wegscheider