FVA-Meldung

Walderhalt in Zeiten des Klimawandels: Waldlabor Oberrhein veröffentlicht erste Zwischenergebnisse

Waldlandschaft mit grünem Wiese, Sträuchern und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel FVA BW/Bindewald

Wie können sich die Wälder im Klimawandel-Hotspot Oberrhein an die Veränderungen anpassen? Seit Anfang 2023 erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FVA und der Universität Freiburg gemeinsam mit Praktikerinnen und Praktikern des Forstamts des Landkreises Karlsruhe, wie sich diese Frage beantworten lässt.

Hardtwälder als Modellregion für das Projekt Waldlabor Oberrhein

Im Fokus des vom Bundesforschungsministerium (BMFTR) geförderten Projekts „Waldlabor Oberrhein“ stehen die Hardtwälder auf der Niederterrasse des Oberrheins. Sie wachsen auf kiesigen und sandigen Böden an Extremstandorten und eignen sich daher besonders gut, um Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu untersuchen. Gleichzeitig erfüllen diese Wälder wichtige Funktionen für die Region: Sie reinigen Luft und Wasser, bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum, speichern Kohlenstoff und dienen den Menschen als wertvolle Erholungsräume. Die Dürrejahre von 2018 bis 2020 haben jedoch deutlich gezeigt, dass der Klimawandel bereits heute Spuren hinterlässt und die Stabilität dieser Wälder zunehmend unter Druck gerät.

Broschüre bündelt die Zwischenergebnisse der ersten Projektphase: Forschung und Lösungsansätze

In der ersten dreijährigen Projektphase lag der Schwerpunkt auf wissenschaftlicher Forschung und der Entwicklung möglicher Lösungsansätze. Die nun vorliegende Broschüre fasst die bisherigen Zwischenergebnisse aus sechs Teilprojekten zusammen und beantwortet zentrale Fragen rund um die folgenden Forschungsthemen:

  • Partizipation in Zeiten der Unsicherheit
  • Modellierung von Wasserhaushalt und Bestandeswachstum
  • Innovative waldbauliche Verfahren
  • Waldbau unter dem Risiko von Maikäferschäden
  • Adaptive Waldnaturschutzkonzepte
  • Dialogorientiertes Risikomanagement

Start der zweiten Phase: Transfer in die Praxis

Mit diesen Erkenntnissen startet das Projekt nun in die zweite Phase: Die gewonnenen Ergebnisse sollen verstärkt in die Praxis übertragen und im Austausch mit Forstwirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft im Rahmen von Workshops und Dialogveranstaltungen weiterentwickelt werden.

Hier die Broschüre herunterladen (PDF, 9 MB)

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