Auch 2025 standen zentrale Zukunftsfragen im Fokus: Wie wirken sich Waldbewirtschaftung, Klimawandel und Naturschutzmaßnahmen auf unsere Wälder aus? Und wie lassen sich Biodiversität und Waldstrukturen gezielt fördern?
Mit ihrer breiten Expertise in den Bereichen Prozessschutz, Artenförderung, Geoinformation und Fernerkundung bearbeiteten die Mitarbeitenden komplexe ökologische Fragestellungen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Analyse von Waldstrukturen, Wildverbiss, Baummikrohabitaten und Biodiversität auf Störungsflächen sowie in unterschiedlich intensiv genutzten Wäldern. Moderne Methoden – von terrestrischen Inventuren bis hin zu Fernerkundung und räumlicher Modellierung – lieferten wichtige Grundlagen für die Ableitung von Zielwerten und die Identifikation prioritärer Flächen für Naturschutzmaßnahmen und den Biotopverbund im Wald.
Im Rahmen des Waldschutzgebietsprogramms wurden Monitoring und Forschung in den Bannwäldern konsequent vorangetrieben und die Umsetzung von Maßnahmen in Schonwäldern begleitet. Auch das Forschungsprojekt WILDCARD lieferte erste Ergebnisse. Hier wird untersucht, wie sich unbewirtschaftete Waldflächen auf Klima und Biodiversität auswirken.
Auch die Praxis profitiert:
Das Waldnaturschutz-Informationssystem (WNS-Infosystem) bietet Forstpraxis, Verwaltung und Öffentlichkeit unter anderem einen schnellen Zugang zu Informationen über gefährdete Waldarten, Schutzgebiete und Naturschutzmaßnahmen.
Im Rahmen der speziellen Arten- und Biodiversitätsförderung wurden zahlreiche Maßnahmen zum Schutz bedrohter Waldarten erfolgreich umgesetzt. Wie gewohnt wurden die Erkenntnisse breit geteilt – durch Vorträge, Workshops, Publikationen und weitere Formate für Praxis, Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Neu im Jahr 2025:
Mit dem Exzellenzcluster Future Forests an der Universität Freiburg startet ein großes interdisziplinäres Forschungsprogramm, das sich mit der Zukunft der Wälder im Klimawandel beschäftigt. Auch der Arbeitsbereich Waldschutzgebiete und Biodiversität ist beteiligt und kann sein Forschungsprogramm in diesem Themenfeld gezielt weiter ausbauen.
João Cordeiro Vale Pereira