FVA-Meldung

Waldstrukturveränderungen beeinflussen Fledermausarten unterschiedlich

Luftbild eines Waldes mit grünen und weißen Baumkronen sowie einem Waldweg FVA BW/Uhl

Der Klimawandel beschleunigt die Veränderungen in mitteleuropäischen Wäldern mit bislang unklaren Folgen für die Biodiversität. Um die Auswirkungen der Veränderungen auf Fledermäuse zu quantifizieren, haben Forschende der FVA anhand von Fernerkundungsdaten die Strukturveränderungen im Schwarzwald zwischen 2015 und 2021 untersucht.

Dieser Zeitraum war geprägt von zwei Dürreperioden, erhöhter Baumsterblichkeit und einem angepassten Waldmanagement.

Die Ergebnisse zeigen: Die Höhenheterogenität und die Zahl der Lücken im Wald nahmen zu, während das Holzvolumen – insbesondere in Nadelwäldern – deutlich zurückging. Das stehende Totholz verdreifachte sich, blieb jedoch insgesamt auf niedrigem Niveau und hatte nur eine kurze Existenzdauer. Die Waldbesitzart und die Umsetzung des Alt- und Totholzkonzeptes beeinflussten zwar einige der Entwicklungen, insgesamt näherten sich die Waldstrukturen aber an.

Des einen Freud ist des andern Leid: Fledermäuse reagieren verschieden

Für Fledermäuse bedeutet dies gegensätzliche Entwicklungen: Arten, die offene oder randnahe Strukturen bevorzugen, profitieren von den Veränderungen. Für jene, die auf dichte Wälder mit hohem Holzvolumen angewiesen sind, verschlechtern sich die Lebensbedingungen. Die Studie macht deutlich, wie wichtig es ist, Naturschutzmaßnahmen zu verstärken, die die Merkmale alter Wälder erhalten.

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