Neuigkeiten

Wissenschaftlicher Nachwuchs an der FVA

Das Team der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FVA hatte dieses Jahr mit zwei Habilitationen und vier Promotionen viele Erfolge vorzuweisen.

Habilitationen

Dr. Veronika Braunisch forscht seit 2001 an der FVA und lehrt an der Universität Bern, wo sie sich jetzt habilitiert hat. In ihrer 21 Publikationen umfassenden Habilitationsschrift untersuchte sie die Auswirkungen von Klimawandel, Lebensraumveränderungen und Erholungsnutzung auf Wildtierarten in Gebirgsregionen. Im Fokus stand dabei die Frage, ob und wie negative Auswirkungen durch Naturschutzmaßnahmen abgepuffert werden können. An der FVA leitet Veronika Braunisch den Arbeitsbereich "Waldschutzgebiete".

Dr. Axel Albrecht forscht seit 2005 an der FVA und lehrt an der Universität Freiburg, wo er sich 2021 habilitiert hat. In seiner 24 Fachpublikationen umfassenden kumulativen Habilitationsschrift forschte er zu Themen wie Wachstumsmodellierung strukturreicher Mischbestände im Klimawandel, Modellierung von Mortalitätsrisiken von Waldbäumen oder Kohlenstoffmodellierung unter Berücksichtigung von Sturmrisiken. Dabei stand die Frage im Fokus, wie die Anpassung von Wäldern an den Klimawandel durch waldbauliche Maßnahmen gesteuert werden kann. An der FVA leitet er in der Abteilung "Waldwachstum" den Arbeitsbereich "Klimafolgenforschung".

Promotionen

Dr. Katarzyna Zielewska-Büttner hat in ihrer Doktorarbeit "Deriving biodiversity-relevant forest structure parameters: The value of aerial imagery from state surveys" u.a. Methoden zur Erkennung von stehendem Totholz und Waldlücken entwickelt. Sie evaluierte die Eignung amtlicher Luftbilder und der daraus abgeleiteten digitalen Oberflächenmodelle für die automatisierte Klassifizierung von Waldstrukturen und zeigte dabei Optimierungsmöglichkeiten auf. Im Arbeitsbereich "Waldschutzgebiete" leitet Katarzyna Zielewska-Büttner ein Projekt zur Erfassung biodiversitätsrelevanter Waldstrukturparameter aus Fernerkundungsdaten. Mit Ihrer Expertise an der Schnittstelle von Fernerkundung, GIS, Habitatmodellierung und Waldökologie ist sie außerdem an vielen weiteren Projekten des Arbeitsbereichs Waldschutzgebiete und der Abteilung Waldnaturschutz beteiligt.

Dr. Maria Georgi reichte ihre Doktorarbeit zur Auswirkung verschiedener Mulchzeitpunkte von Wildwiesen auf Insekten ein (Titel: "Game meadow vegetation and effects of different management times on insects") und wurde damit ebenso wie Zielewska-Büttner an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen an der Universität Freiburg promoviert. Mit ihrer Arbeit konnte sie zeigen, dass verschiedene Insektengruppen mit unterschiedlichen Mulchzeitpunkten gefördert werden können: Während Blütenbesucher besser mit Mulchen im September zurechtkommen, ist es für in kleinen Hohlräumen nistende Wespen besser, im Juni zu Mulchen. Aktuell arbeitet Georgi im Arbeitsbereich "Waldschutzgebiete" im Forschungsprojekt "Waldbiodiversität entlang eines Bewirtschaftungsgradienten" und betreut dort die Aufnahmen verschiedener Insektengruppen. Zusätzlich ist sie am Projekt "Waldnaturschutz-Informationssystem für alle Waldbesitzarten" beteiligt und arbeitet in der "AG Insektenschutz im Wald" mit.

Dr. Paula Halbig wurde mit ihrer Arbeit „Model development for hazard assessment of oak processionary moth (Thaumetopoea processionea)“ an der Universität für Bodenkultur Wien promoviert. Sie entwickelte ein modellbasiertes Frühwarnsystem zur Gefährdungsabschätzung des Eichenprozessionsspinners (EPS) als Praxisentscheidungshilfe für die Durchführung von Pflanzenschutz- und Gesundheitsschutzmaßnahmen. Des Weiteren ermittelte sie die Brennhaargesamtmenge pro EPS-Raupe sowie die biotischen und abiotischen Einflussfaktoren der Brennhaarbelastung der Luft an EPS-Massenvermehrungsstandorten. 

Dr. Josef Großmann hat sich im Rahmen seiner Promotion zum Thema "Mikrohabitate auf Einzelbaum- und Bestandesebene: Vorkommen und Entwicklung" mit integrativem Prozessschutz beschäftigt. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Untersuchung von Habitatbaumgruppen und Waldrefugien des Alt- und Totholzkonzeptes von ForstBW. Kerngegenstand seiner Forschungsarbeit waren Baum-Mikrohabitate und Totholz. In einem Teilprojekt beschäftigte er sich mit Bäumen im urbanen Kontext und der Frage welchen Einfluss Pflegemaßnahmen auf den Strukturreichtum von Stadtbäumen haben. Ende Juli verließ Josef Großmann die Abteilung Waldnaturschutz der FVA und ist seitdem als Trainee bei der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg.

   

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