Waldzustandsbericht Baden-Württemberg

Veröffentlichung

Im Jahr 2004 wurde in Baden-Württemberg die 22. Terrestrische Waldschadensinventur (TWI) durchgeführt. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen lag der Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche (Schadstufe 2-4) bei 40,4%. Dies ist der höchste Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche seit Beginn der Waldschadenserhebung 1983 in Baden-Württemberg.

  Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche um 11%-Punkte erhöht. Ein derartig steiler Anstieg der Schadfläche wurde bisher noch nicht beobachtet. Der mittlere Nadel-/Blattverlust ist ebenfalls auf seinen bisherigen Höchststand seit Beginn der Waldschadenserhebung angestiegen. Das mittlere Verlustprozent über alle Baumarten liegt im Jahr 2004 in Baden-Württemberg bei 25,3 Prozentpunkten.
Die extreme Dürre und Hitze des "Jahrhundertsommers" 2003 haben sich vor allem im Südwesten Deutschlands gravierend ausgewirkt, zumal auch in der ersten Hälfte des Jahres 2004 ein deutliches Niederschlagsdefizit zu verzeichnen war. Bäume mit schlecht belaubten Kronen bzw. abgestorbenen Kronenpartien waren während des Sommers 2004 noch im ganzen Land sichtbar. Die warm-trockene Witterung verursachte zudem eine deutliche Zunahme von Insektenschäden an den Waldbäumen. Insbesondere durch das massive Auftreten von Borkenkäfern stieg die Käferholzmenge besonders bei den Nadelbäumen erheblich an. Neben den Witterungseinflüssen stellen weiterhin die atmosphärischen Stoffeinträge eine chronische Belastung für die Wälder Baden-Württembergs dar, indem diese zu einer Destabilisierung der Wälder und somit zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber auftretenden Störfaktoren wie Witterungsstress führen.
 

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