Computertomographie, Ultraschall, Schwingungsmessung – ExpertInnen tagen über zerstörungsfreie Prüf- und Messverfahren für Holz

Pressemitteilung

Über 140 Teilnehmende beim internationalen NDTE Symposium in Freiburg.

Die FVA hat einen Kongress organisiert, der sich mit der zerstörungsfreien Prüfung und Bewertung von Rohholz, Holzwerkstoffen und Holzkonstruktionen befasste. In 90 Fachvorträgen präsentierten 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Praktikerinnen und Praktikern aus über 30 Ländern neueste Forschungsergebnisse und Technologien.

Ende September organisierte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg das 21. Internationale Symposium für Zerstörungsfreie Holzprüfung NDTE (International Nondestructive Testing and Evalutation of Wood Symposium). Der Kongress war eine Plattform für alle, die sich mit der zerstörungsfreien Prüfung und Bewertung von Rohholz, Holzwerkstoffen und Holzkonstruktionen befassen – vom stehenden Baum bis zum Kantholz. Neueste Forschungsergebnisse und Technologien wurden in über 90 Fachvorträgen präsentiert und von 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praktikerinnen und Praktikern aus über 30 Ländern diskutiert.

Computertomographie, Ultraschall, Schwingungsmessung – der Strauß an wissenschaftlichen Methoden ist bunt, mit denen auf der ganzen Welt Holz untersucht und auf Qualität überprüft wird, ohne es zerstören zu müssen. Dr. Udo H. Sauter, Leiter der Abteilung Waldnutzung an der FVA, erklärt, warum diese Verfahren so wichtig sind: „Erst die Entwicklung und der intelligente Einsatz nichtzerstörender Prüfverfahren für Rohholz und Holz in allen Verarbeitungsphasen ermöglichen es uns, umfassende Informationen über die innere Qualität von Baumstämmen noch vor dem Sägeschnitt zu erfassen und die Festigkeit daraus produzierter Bretter solide vorherzusagen. Das erlaubt effizienten Ressourceneinsatz und sichert den wirtschaftlichen Erfolg im Wettbewerb mit alternativen Baustoffen. So können modernste Holzbauvorhaben verwirklicht und positive Umweltwirkungen durch langfristige CO2-Bindung im Konstruktionsholz gesteigert werden.“ 

An der FVA werden schon lange unterschiedliche Prüf- und Messverfahren für Holz erforscht und genutzt. Dazu zählt unter anderem die automatisierte Erkennung innerer Strukturen von Baumstämmen mittels Computertomographie. Die internationale Vernetzung mit Wissenschaftlern und Partnern aus führenden Betrieben des Forst-Holz-Sektors in Deutschland und Europa brachte die große NDTE-Tagung an die FVA. Sauter resümiert: „Die NDTE ist seit über 40 Jahren die Plattform für den weltweiten Austausch zwischen Wissenschaft, führenden Geräteherstellern und Anwendern der Forst- und Holzwirtschaft und gleichermaßen ein Motor für Entwicklungen im Feld zerstörungsfreier Holzprüfung.“ Die Schirmherrschaft des renommierten USDA Forest Products Laboratory (FPL) und der Forest Products Society (FPS) sowie der International Union of Forestry Research Organizations (IUFRO) unterstreichen die herausragende Stellung der Fachtagung in der weltweiten Forst- und Holzwissenschaft.

Freiburgs historische Gebäude – perfekte Anschauungsobjekte
In unterschiedlichen Themenblöcken lag der Fokus unter anderem auf der Standfestigkeit von Stadt- oder Waldbäumen, auf der Festigkeit von Schnittholz und Rundholz oder auf modernen Holzwerkstoffen, wie zum Beispiel dem immer mehr gefragten Brettsperrholz. Für einen die Konferenz  begleitenden Workshop zur Anwendung zerstörungsfreier Prüfverfahren bot sich die Stadt Freiburg mit ihren vielen historischen Gebäuden besonders an. Nach spannenden Fachvorträgen ermöglichte das Erzbischöfliche Bauamt Freiburg eine faszinierende Führung durch die hölzernen Konstruktionen von Dachstuhl und Glockenturm des Freiburger Münsters. Die Workshop-Teilnehmenden zeigten sich tief beindruckt und waren begeistert.

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