15. Fachtagung Wald und Wasser

22.-24. April 2026 in Freiburg. Tagungsprogramm jetzt online!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die 15. gemeinsame Fachtagung „Wald und Wasser“ wird von der Sektion „Wald und Wasser“ im DVFFA, der AG „Waldböden“ der DBG, der AG „Humusformen“ der DBG und der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft ausgerichtet.

⇒ Wann: 22.–24. April 2026
⇒ Wo: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), Freiburg i. Br.

Die Tagung steht unter dem Leitthema
„Böden, Stoffflüsse und Wasserhaushalt im Klimawandel verstehen und steuern“.

An zwei Tagen erwarten Sie Fachvorträge in fünf thematischen Sessions:

  1. Rolle von Wäldern im Landschaftswasserhaushalt
  2. Stoffbilanzen und -flüsse in Waldökosystemen
  3. Wasser und Böden auf Kalamitätsflächen
  4. Zustand und Entwicklung von Waldböden – Ergebnisse aus der Bodenzustandserhebung im Wald und anderen Bodeninventuren (z. B. Mikroplastik)
  5. Technische und methodische Neuheiten zur Erfassung von Zuständen und Prozessen in Waldökosystemen

Am dritten Tag wird eine gemeinsame Exkursion im Großraum Freiburg angeboten, bei der an ausgewählten Stationen Bezüge zu den Tagungsthemen hergestellt werden.

Wie bei den bisherigen „Wald & Wasser“-Tagungen wird neben spannenden Fachbeiträgen auch der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen nicht zu kurz kommen.

Anmeldungen sind noch bis zum 10.04.26 möglich.

Das Tagungsprogramm ist nun auf dieser Seite und zum Download verfügbar.

Mit freundlichen Grüßen,
für das Organisationsteam
Heike Puhlmann und Eva Müller
Sektion „Wald & Wasser“ der DVFFA

Tagungsprogramm

8:00 Uhr

Registrierung

9:00 Uhr

Begrüßung (FVA-BW und ausrichtende Gesellschaften)

9:20 – 10:35 Uhr

Stoffbilanzen und -flüsse in Waldökosystemen

  1. Paul Königer: Variabilität stabiler Isotope in Niederschlag, Boden- und Grundwasser von Buchen- und Fichtenökosystemen im Solling
  2. Valentin Gartiser: Gekoppelte Stoffflüsse in Bodengas und -lösung: Fallstudien aus dem Langzeitmonitoring in Baden-Württemberg
  3. Angelika Olesch: Kommunikation von Unsicherheiten in der Nährstoffbilanzierung

10:35 – 11:05 Uhr

Pause

11:05 – 12:45 Uhr

Rolle von Wäldern im Landschaftswasserhaushalt Teil 1

  1. Marco Natkhin: Wasserhaushalt der Intensivmonitoringfläche Britz – Jahre unter extremer Witterung
  2. Michael Köhler: Flächenübergreifende (globale) Kalibrierung von LWF-Brook90
  3. Henning Meesenburg: Maßnahmen zur Stärkung des Wasserrückhalts und der Grundwasserressourcen in Wäldern des Hessischen Rieds
  4. Katharina Wilbrand: Dezentraler Wasserrückhalt im Wald – Modellbasierte Wirkungsbewertung von Maßnahmen in Wegenähe

12:45 – 13:45 Uhr

Mittagspause

13:45 – 15:20 Uhr

Poster-Pitch

  1. Florian Matute Heimsch: Projektvorstellung KPH-Kohlenstoffbindung - 10 Jahre für die Untersuchung des Kohlenstoffkreislaufs im Burgwald
  2. Rüdiger Grote: Langzeitanalyse von Kohlenstoff- und Stickstoffbilanzen in Fichten- und Buchenbeständen des Solling: Die Rolle der atmosphärischen Stickstoffdeposition
  3. Daniel Ziche: Die Entwicklung des Wasserhaushalts von Brandenburger Wäldern
  4. Rainer Petzold: Wasserverfügbarkeit und Wasserdargebot in Sachsen – Eine Analyse auf den forstlichen Dauerbeobachtungsflächen
  5. Peter Chifflard: Langfristiges hydrologisches Monitoring im Burgwald – Wasserhaushalt, Moorrenaturierung und Waldumbau im Kontext des Klimawandels
  6. Matthias Dohrmann: Vergessene Ursprünge des Wassers im Wald - Lage und Zustand von Waldquellen
  7. Dimitrios Bassukas: Modellbasierte Analyse dezentraler Wasserrückhaltemaßnahmen in drei forstlich bewirtschafteten Einzugsgebieten in Bayern
  8. Paul Schmidt-Walter: Einfluss verschiedener Messgrößen auf die Wasserhaushaltskomponenten bei der Kalibrierung von LWF-Brook90
  9. Gisbert Hetkamp: Weiterentwicklung und Modularisierung des Wasserhaushaltsmodells LWF-Brook90
  10. Henning Meesenburg: Wasserrückhalt im Wald – ein neuer Leitfaden für naturbasierte Maßnahmen zur Wasserretention in bewaldeten Einzugsgebieten
  11. Jacob Heinemann: Neue TDR-Sonden zur Messung der Feuchtigkeit des Bodens, von (Tot)Holz und der Organischen Auflage
  12. Gal Geva: Hygroscopic extraction of soil solution under low water availability
  13. Maximilian Kirsten: Waldböden – Gehen wir dem Grundwasser auf den Grund
  14. Winfried Riek: Humusdynamik nordostdeutscher Waldböden – Ergebnisse der BZE-3 Brandenburg
  15. Sebastian Löppmann: Soil microbial necromass as an essential carbon, nitrogen and phosphorus reservoir in forest soils
  16. Kenton Stutz: Micro-climate, litter-derived dissolved organic carbon and metal cations are linked in canopy gaps
  17. Felix Radtke: Eine deutschlandweite Analyse des Einflusses von Waldsterben auf die Ökosystemleistung sauberes Wasser
  18. Markus Schmidt: Notfall-Bewässerung von Forstkulturen auf Kalamitätsflächen und weitere mögliche Sicherungsmaßnahmen
  19. Leonie von Rudorff: Auswirkungen experimenteller Waldbewässerung auf die Baumvitalität und das Waldökosystem im Hessischen Ried

15:20 – 16:20 Uhr

Coffee & Posters

16:20 – 17:30 Uhr

Wasser und Böden auf Kalamitätsflächen

  1. Carolin Winter: Waldsterben in Trinkwasserschutzgebieten
  2. Leonie Hahn: Monitoring von Trockenstress und Bewässerungsbedarf bei Setzlingen auf Kalamitätsflächen mit Dendrometern und mobilen Thermalkameras
  3. Claudia Teutsch: Auswirkungen von waldbaulichen Managementoptionen auf den Wasserhaushalt:  vergleichende Wasserhaushaltsmodellierungen mit 3PG-Hydro & LWF-Brook90

19:00 Uhr

Abendessen im Restaurant „Der Kaiser“, Günterstalstraße 38, 79100 Freiburg

8:30 – 10:10 Uhr

 

Rolle von Wäldern im Landschaftswasserhaushalt Teil 2

  1. Anna Wendell: Hydrologische Auswirkungen von Waldschäden und forstlicher Infrastruktur im Soonwald modelliert mit SWAT+ 
  2. Sofia Frietsch: Dynamik, Funktion und Resilienz hydrologischer Speicher im Soonwald
  3. Mathias Jackel: Dezentraler Hochwasserrückhalt auf forstlichen Flächen im Ahrtal/Trierbachtal – Demonstratoren zur Umsetzung und funktionalen Bewertung
  4. Felix Tritschler & Lars Borrass: Die Revitalisierung von Mooren am Kaltenbronn im LIFE MooReKa Projekt – Hydromorphologische Potenzialanalyse und erste Erfolge beim Wasserrückhalt

10:10 – 10:40 Uhr

Pause

10:40 – 12:20 Uhr

Zustand und Entwicklung von Waldböden

  1. Peter Hartmann: BZE in the Länd: Veränderungen auf allen Ebenen – erste Ergebnisse
  2. Lilian Benz: 30 Jahre Kohlenstoffstabilität Teil 1: SOC-Dynamik im Pfälzerwald und Bienwald
  3. Lucca Bader: 30 Jahre Kohlenstoffstabilität Teil 2: Steuerungsfaktoren der SOC-Dynamik im Pfälzerwald und Bienwald
  4. Yijie Shi: Redundancy of microbial P mobilization in beech forest soils with contrasting P stock

12:20 – 13:20 Uhr

Mittagspause

13:20 – 15:25 Uhr

Technische und methodische Neuheiten zur Erfassung von Zuständen und Prozessen in Waldökosystemen

  1. Lea Dedden: Baumarten bestimmen raumzeitliche Bodenfeuchte-Dynamik im Waldboden
  2. Stephan Raspe: Saftflussmessungen als Ergänzung für das forstliche Umweltmonitoring?
  3. Heinke Paulsen: Kostengünstiges Grid‑Lysimeter zur In‑Situ‑Quantifizierung von Wasserflüssen im Forest Floor
  4. Jan Helbach: Moorvegetationserkennung durch drohnengestützte Spektralaufnahmen in Kaltenbronn
  5. Anna Wendell & Eva Müller: Artspezifische Trockenstresssimulation auf Einzugsgebietsebene mittels SWAT+

15:20 – 16:40 Uhr

Think-Tank

Im Think-Tank entwickeln wir gemeinsam konkrete Forschungsfragen. Bitte bringen Sie 2–3 offene Fragen oder Hypothesen aus Ihrer aktuellen Forschung mit. Wir arbeiten in Kleingruppen, schärfen die Fragen und Hypothesen auf Forschbarkeit und priorisieren am Ende die wichtigsten Themen und Projektideen.

Zur Motivation und Stärkung gibt es Häppchen und Getränke!

16:40 – 17:00 Uhr

Feedback & Verabschiedung (FVA-BW und ausrichtende Gesellschaften)

Programm Freitag (Exkursion)

8:30 Uhr

Start Konzerthaus (mit Reisebus)

9:15 Uhr

Methodisch-technische Neuheiten für die Untersuchung von Waldökosystemen

(Prof. Markus Weiler, Institut für Hydrologie, Uni Freiburg)

 

Unsere erste Station führt uns in den Ettenheimer Wald zu einer Untersuchungsfläche des DFG-Sonderforschungsbereichs ECOSENSE), in welchem verschiedenste Prozesse und Skalen von forstlichen Ökosystemen untersucht werden. Die Vision von ECOSENSE ist es, kritische Veränderungen in Ökosystemfunktionen auf der Grundlage des Verständnisses der hierarchischen Prozessinteraktion zu erkennen und vorherzusagen. Zu diesem Zweck hat ECOSENSE ein neues, verteiltes, kostengünstiges, autonomes und intelligentes Sensornetzwerk entwickelt, das auf neuartigen Mikrosensoren basiert, die auf die spezifischen Anforderungen in Wäldern zugeschnitten sind.

Weitere Informationen zum Sonderforschungsbereich ECOSENSE: https://ecosense.uni-freiburg.de/

10:45 Uhr

Weiterfahrt ins Liliental

11:15 Uhr

Das forstliche Versuchsgelände Liliental

(Manuel Karopka, FVA Abt. Waldnaturschutz)

 

Das Liliental, im Kaiserstuhl zwischen Ihringen und Wasenweiler gelegen, beherbergt einen wahren Schatz forstlicher Forschung: Die Abteilung Waldnaturschutz der FVA legte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Versuchsflächen, Samenplantagen sowie ein umfangreiches Arboretum mit einheimischen und fremdländischen Baum- und Straucharten an und forscht hier zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Klimaanpassung von Bäumen. Schwerpunktuntersuchungen sind die Anpassung der Waldbäume an den Klimawandel, die Baumarteneignungen unter Klimawandelbedingungen sowie die Erhaltung forstlicher Genressourcen. Der Leiter des Versuchsgeländes, Manuel Karopka, wird uns bei einem Spaziergang über das Gelände einen Einblick in die Forschung der Abteilung geben.

Weitere Informationen zum Versuchsgelände Liliental: https://www.fva-bw.de/liliental

12:45 Uhr

Weiterfahrt

13:15 Uhr

Eigenschaften und kleinräumige Variabilität der Humusform: Überflüssige Details oder hilfreiche Indikatoren?

Dr. Jörg Niederberger (Professur für Bodenökologie, Uni Freiburg)

 

Am Nachmittag bleiben wir im schönen Kaiserstuhl und besuchen Flächen, die im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe Forest Floor FOR5315 untersucht werden. Wir illustrieren die Entstehungsgeschichte und Eigenschaften der Mineralböden und charakterisieren die Standorteigenschaften. Im Zentrum steht die Ansprache der Humusform nach der neuen Ausgabe der Bodenkundlichen Kartieranleitung KA6.

Es werden Geländeversuche zu Steuergrößen und der Bedeutung von Humusauflagen etwa für die Waldverjüngung oder die Bodenbiodiversität und Wasserspeicherung vorgestellt. Im Anschluss diskutieren wir die Entstehung und mögliche zukünftige Einflüsse auf Humusformen.

Infos zur Forschergruppe: https://www.bodenkunde.uni-freiburg.de/de/forest-floor-for-5315

14:45 Uhr

Rückfahrt nach Freiburg

15:15 Uhr

Ende am Konzerthaus

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