Aktuelle Situation
07.05.2026
FANGZAHLEN
Die warmen Tage der letzten Woche führten in fast allen Höhenlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zum Ausschwärmen der Buchdrucker. Bis auf die höheren Lagen des Feldbergs, wo es noch ruhig blieb, erreichten viele Fangzahlen ein dreistelliges oder vierstelliges Niveau (Adlerstein/Odenwald: 720; Vogt/Altdorfer Wald: 1000; Gefällter Kopf/Nordschwarzwald: 800 Buchdrucker/Falle). Spitzenreiter in der letzten Woche waren wieder die Fallen im Pfälzerwald mit 1520 Buchdruckern/Falle.
Auch Kupferstecher waren in der letzten Woche stellenweise etwas mehr in der Falle, die großen Peaks (die bei Kupferstechern auch mal in den mittleren fünfstelligen Bereich gehen) gab es hier aber noch nicht zu beobachten. Die Fangzahlen lagen noch im im dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Bereich.
BRUTBÄUME
Die Brutbäume, die in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ausgelegt wurden, bilden derzeit die frühen Bruten der ersten Generation ab. Hier zeigen sich neben neuen Einbohrungen, Paarungskammern, Muttergängen und Eiablagen auch schon kleine Larven. An Bruten an Windwürfen oder gefälltem Frischholz, das bevorzugt und früh besiedelt wird, kann man diese Stadien ebenfalls bereits sehen.
AUSBLICK
Aktuell ist die Witterung wieder etwas durchwachsener; nur am Wochenende wird es wieder warm und schwärmtauglich. Der Schwarm wird wahrscheinlich moderat ausfallen.
Was ist zu tun?
In allen Höhenlagen sollten regelmäßige Befallskontrollen wieder aufgenommen werden, um frischen Befall ausfindig zu machen. Besonders gern angenommen wird frischer Windwurf - oder Frischholzpolter. Aber auch Stehendbefall ist möglich! Vor allem sonnenexponierte Beständen und Bestandesränder, sowie Fichten im Umfeld von Vorjahresbefall sollten besonders aufmerksam auf Befall kontrolliert werden.
Wie erkenne ich Befall?
Bohrmehl ist das erste sichere Befallsmerkmal, das vor allem bei der Anlage der Muttergänge entsteht. Bei trockener und windstiller Witterung sammelt sich dieses Bohrmehl auf Rindenschuppen, am Stammfuß oder auf der Bodenvegetation. Harztropfen wiederum sind noch kein sicheres Befallsmerkmal: sie zeigen lediglich, dass sich die Fichte gegen Einbohrversuche wehrt. Da die Abwehr der Fichten (je nach Vitalität und Wasserversorgung) erfolgreich sein kann, sollten solche Bäume erstmal beobachtet werden.
Was tun mit dem Käferholz?
Erkanntes Käferholz sollte am besten direkt ins Sägewerk abgefahren werden!
Ausführliche Informationen
Borkenkäfer im Sinkflug? Dazu mehr im aktuellen Borkenkäfer-Newsletter SüdWest 01/2026
Mehr zur Überwinterung des Buchdruckers gibt es in der Waldschutz-Info 02/2024
Informationen zu den Modellen PHENIPS-Clim und IpsRisk finden sie in dieser Waldschutz-Info !
Alles auf einem Blick zum Borkenkäfermanagement an Fichte gibt es im Flyer !
Zu Besonderheiten von Borkenkäfern an Tanne informiert diese Waldschutz-Info !
Allgemeines zu Borkenkäfern und Management finden Sie hier in der überarbeiteten 12. Auflage der FNR-Broschüre "Borkenkäfer an Nadelbäumen - erkennen, vorbeugen, bekämpfen", welche als pdf hier verfügbar ist.