Messflächen

Die Depositionsmessungen durch die FVA Baden-Württemberg wurden in den 1980er Jahren begonnen. Anfang der 1990er Jahre beschränkte man aus Standardisierungs- und Vergleichbarkeitsgründen die Messungen auf Fichtenbestände. Begründung für die Festlegung auf die Baumart Fichte war, dass diese sich in nahezu allen Landesteilen findet und die Fichtenkronen aufgrund ihrer großen Oberfläche und ganzjährigen Benadelung luftbürtige Stoffe in besonderem Maße ausfiltern. Um die Randbedingungen der Messungen landesweit möglichst vergleichbar zu halten, wurden folgende Kriterien für die Flächenauswahl festgelegt:

  • Gleiche Baumart (i.d.R. Fichte, ersatzweise Douglasie)
  • Vergleichbares Alter, mindestens 60-jährig
  • Homogene, geschlossene Bestandesstruktur
  • Freiland-Referenzflächen möglichst nah, in vergleichbarer Höhenlage und Exposition und hinreichend groß (Radius mindestens ein bis zwei Baumlängen)

Das Messnetz umfasste bis zu 23 dauerhaft eingerichtete Messstationen im Land. Ergänzend gab es in den Jahren 2006 bis 2013 zusätzlich einen sogenannten Moving Plot, eine jährlich an einen neuen Ort verlegte Station, mittels derer im eigentlichen Messnetz unterrepräsentierte Gebiete berücksichtigt werden sollten. Ab 2009 wurden in Nachbarschaft zu einigen Fichtenmessflächen zusätzliche Buchenmessflächen eingerichtet. Aktuell werden noch 14 Messstationen betrieben, wovon jeweils zwei (Freiland, Fichte [Hockenheim Douglasie]) bzw. drei Stationen (Freiland, Fichte, Buche) in unmittelbarer Nachbarschaft liegen:

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