Geschützte Arten

Der Wald ist Lebensraum für eine Vielzahl von geschützten Arten. Neben bekannten Wildtieren wie Wolf, Luchs und Auerhuhn leben noch viele weitere geschützte Tiere, Pflanzen, Pilze und Flechten in unseren Wäldern, die die Biologische Vielfalt im Wald ausmachen.

Wildtiere sind häufig im Fokus der Öffentlichkeit, dies umso mehr, als die Herausforderungen im Umgang mit Wildtieren zunehmen. Für die Erfüllung der Bedürfnisse von Wildtieren und der Ansprüche des Menschen ist ein umfassendes Wildtiermanagement notwendig. Die FVA nimmt sich den Herausforderungen im Umgang mit Wildtieren an.

Die Förderung der anderen geschützten Waldarten ist eng mit der Waldbewirtschaftung verknüpft. Jede Form waldbaulichen Handelns wirkt sich auf die Lebensräume und damit die Artenzusammensetzung eines Waldes aus. Die FVA entwickelt verschiedene Konzepte zur Förderung geschützter Waldarten.

Wildtiermanagement & -monitoring

Der Fachbereich Wildtierökologie erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für das Management ausgewählter Tierarten des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes. Dies beinhaltet die Entwicklung und Anwendung von Methoden des Wildtiermonitoring, vertiefte Untersuchungen des Raum-Zeit-Verhaltens von Wildtieren sowie die Analyse von auf Wildtiere bezogenen Konflikten. Auf dieser Grundlage werden partizipative Managementkonzepte entwickelt, die sowohl artspezifische Ansprüche der betrachteten Wildtiere als auch unterschiedliche anthropogene Nutzungs- und Schutzansprüche berücksichtigen.

Der Fokus der Wildtierökologie liegt momentan auf folgenden Themen:

Eine wichtige Rolle spielen zusätzlich:

Waldzielartenkonzept

Im Rahmen der Gesamtkonzeption Waldnaturschutz wird ein Konzept entwickelt, um Artenmanagement über sogenannte Waldzielarten effizient und transparent in die Waldbewirtschaftung des Staatswaldes von Baden-Württemberg zu integrieren. Es wurden hierfür 124 Arten ausgewählt, die aufgrund ihrer ökologischen Ansprüche stellvertretend für weitere Arten stehen, wesentliche Schlüsselstrukturen im Wald repräsentieren und auf welche Schutzbemühungen und das Monitoring fokussiert werden können.

Natura-2000-Arten

Die Europäischen Naturschutzrichtlinien (EU-Vogelschutzrichtlinie und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) stellen eine Vielzahl von waldrelevanten Tier- und Pflanzenarten unter einen besonderen Schutz. Daraus ergeben sich verschiedene Anforderungen für die Waldbewirtschaftung sowohl innerhalb und als auch außerhalb des europaweiten Schutzgebietssystems Natura 2000. Ein Teil dieser Natura-2000-Arten wurden als Waldzielarten für das Waldzielartenkonzept ausgewählt.

Weiterführende Informationen

Waldarten-Informationssystem

Mit dem Waldarten-Informationssystem werden Daten und Informationen zu naturschutzrelevanten Waldarten sowie konkrete Vorgaben, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für die Waldbewirtschaftenden und anderen Zielgruppen einfach zugänglich und räumlich explizit abrufbar gemacht. Es integriert sich in die bestehende forstliche Dateninfrastruktur und stellt zusätzlich eine webbasierte Schnittstelle im Internet bereit, um einen Zugang für Zielgruppen außerhalb der Forstverwaltung (Experten, Forschende, interessierte Öffentlichkeit) zu ermöglichen.

Weiterführende Informationen

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