Ergebnisse

Baden-Württemberg

Die Flächen des intensiven Ökosystemmonitorings in Baden-Württemberg werden von der FVA betrieben, die von ihnen stammenden Daten von der FVA ausgewertet und aufbereitet.

Die hier dagestellten Ergebnisse stellen Zeitreihen mehrere Jahre des Monitorings dar. An ihnen ist die tendentielle Entwicklung der Wälder in Baden-Württemberg beispielhaft abzulesen. Die Grafiken werden noch Möglichkeit aktuell gehalten.

Der Kronenzustand untergliedert sich in eine Reihe von Parametern wie Nadel-/Blattverlust und Fruktifikation.

Die Entwicklung der Standorte im Betrachtungszeitraum unterscheiden sich zum Teil deutlich – ein klarer Trend über alle Waldflächen ist nicht zu sehen. Das deutet darauf hin, dass sich die Wälder Baden-Württembergs trotz zunehmendem Einfluss des Klimawandels in einem relativ gesunden Zustand befinden. Dies ist auch ein Mitverdienst der Förster*innen.

Die Ergebnisgrafiken finden Sie hier.

Die Depositionsmessungen der FVA umfassen eine Vielzahl von chemischen Elementen und Verbindungen. Bei Manchen davon ist ein zeitlicher Trend zu erkennen wie bei Sulfat, dessen Emission aus Industrieanlagen als Reaktion auf den sauren Regen der 1980er Jahre stark reduziert wurde. Bedenklich ist, dass eutrophierend und sauer wirkende Stickstoffdepositionen keinen abnehmenden Trend zeigen.

Die Ergebnisgrafiken sind auf der entsprechenden Seite unseres Depositionsmessnetzes eingegliedert. Sie finden sie unter diesem Link.

Deutschland

Sanders et al. (2020) stellten die vom Thünen-Institut zusammengetragenen Daten der deutschen Level-II-Flächen vor. Die Autorinnen fassten folgende zentrale Ergebnisse zusammen:

  • Die Säureeinträge in Wälder sind in den vergangenen Jahrzehnten im Wesentlichen auf Schwefelverbindungen zurückzuführen. Die mittlere Sulfatschwefel-Deposition im Wald ist jedoch zwischen 2002 und 2018 von 9 auf 3 kg/(ha*a) zurückgegangen. Dieser Rückgang zeigt sich auch in einer signifikanten Abnahme in der Bodenlösung.
  • Auch die Konzentration von Aluminiumionen in der Bodenlösung hat seit Beginn der Messreihen abgenommen.
  • Die Deposition von anorganischem Stickstoff im Wald ist zwischen 2002 und 2018 um durchschnittlich 3 kg/(ha*a) zurückgegangen von 18,5 auf 15,5 kg/(ha*a). Allerdings ist zu beachten, dass nicht alle Eintragspfade direkt erfasst werden können – die tatsächliche Deposition anorganischen Stickstoffs liegt also wohl höher.
  • Die ausgewerteten Zeitreihen zeigen einen Rückgang der Nährstoffgehalte in Blättern und Nadeln. Außerdem verschieben sich die Anteile an Nährstoffen zueinander. Die N/P‑Verhältnisse auf vielen Level-II-Flächen deuten auf Ungleichgewichte in der Phosphor-Versorgung hin.
  • Der Klimawandel hat sich seit Beginn der Messungen 1998 dazu geführt, dass sich der Nadelaustrieb bei der Fichte um fast zwei Wochen nach vorne verschoben hat. Bei der Buche ist ebenfalls ein um zwei Wochen früherer Blattaustrieb festzustellen im Vergleich zum Beginn der Messreihen. Bei der Art zeigt sich auch ein Trend zu häufigeren Jahren mit intensiver Fruchtbildung.

Europa

Auch auf Europäischer Ebene gibt es eine Vielzahl von Auswertungen der Messwerte.

In Hinsicht auf die Deposition von Schwefel- und Stickstoffverbindungen zeigte sich eine positive Tendenz: Im Zeitraum von 1980 bis 2000 nahm die Anzahl der Level-II-Flächen mit einer Überschreitung der Critical Loads für Versauerung von 57 % auf 18 % ab (FOREST EUROPE, 2020). Nach einer Schätzung von Slootweg et al. (2015) bestand 2015 noch für etwa 7 % der EU-28 Ökosystemfläche – mit einem großen Anteil von Waldflächen – die Gefahr der Versauerung.

Die folgende Grafik aus FOREST EUROPE (2020) zeigt die Deposition von Nitrat auf den Level-II-Flächen.

Jonard et al. (2015) stellten für den Zeitraum 1992-2009 einen sich verschlechternden Ernährungszustand einiger Baumarten (Rotbuche, Traubeneiche und Waldkiefer) fest. Dafür machten sie die zum Teil weiterhin hohen Stickstoffdepositionen verantwortlich, die auch auf der oben gezeigten Grafik zu sehen sind. Denn diese führen zu einer Wachstumssteigerung, die einen erhöhten Bedarf anderer Nährstoffe bewirkt.

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