Ökosystemstudie Conventwald

Die Ökosystemstudie Conventwald ist ein langfristiges Projekt der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (Abteilung Boden und Umwelt), welches 1991 begonnen wurde. Inzwischen umfasst die Studie etwa 30 Jahre ununterbrochene Beobachtungen der Wasser- und Stoffkreisläufe in einem geschützten naturnahen Mischwald (Bannwald) und verschiedenen benachbarten, waldbaulich bewirtschafteten Flächen. Seit 1993 (Neueinrichtung 2010) wurde eine Messfläche in einem Fichtenbestand gemäß ICPForest-Protokollen zu einer EU-Level II Intensivmonitoringfläche ausgebaut. 2008 kam noch eine weitere Intensivmonitoringfläche in einem Buchenbestand hinzu.

Das Untersuchungsgebiet liegt in einer klimatisch begünstigten Region im Südschwarzwald mit sehr guten Wuchsbedingungen für Buchenmischwälder. Die Ökosystemstudie untersucht in erster Linie, in welchem Maße anthropogen verursachte Stoffeinträge die natürlicherweise sehr gute Nährstoffausstattung des Standorts verschlechtern und damit auch wichtige Bodenfunktionen wie die Filterfunktion für Schadstoffe sowie das Baumwachstum beeinträchtigen.

Parallele Beobachtungen in geschützten Bannwaldflächen und unterschiedlich bewirtschafteten Flächen lassen Rückschlüsse darauf zu, ob und in welchem Maße eine Anpassung der Bewirtschaftungsformen (z.B. Holzernteverfahren, Erhöhung des Laubholzanteils) der eintragsbedingten Störung von Waldökosystemen entgegenwirken kann. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf dem Verlust von Nährelementen und dem Austrag von Schadstoffen mit dem Bodensickerwasser. Das Projekt soll den Waldbewirtschaftenden dabei helfen, mit angepasster Waldbewirtschaftung die langfristige Standortstabilität im Hinblick auf Pflanzenernährung und Qualität von Oberflächen- und Grundwasserqualität zu sichern.

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