Identifizierung forstlicher Behandlungsstrategien unter Verwendung multikriterieller Entscheidungsverfahren

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Waldfläche mit unterschiedlichen funktionalen Schwerpunkten
Abb.: Waldfläche mit unterschiedlichen funktionalen Schwerpunkten

  • Angewandt werden zwei multikriterielle Verfahren zur Entscheidungsunterstützung:

    - eine Variante der Nutzwertanalyse (NWA)
    - und der Analytic Hierarchy Process (AHP).

    Beide Verfahren werden eingesetzt, um aus einer Gruppe potentieller Behandlungsalternativen die jeweils optimale Alternative auszuwählen. Für die Auswahl sind die Wertesysteme der beteiligten Nutzergruppen und die vorhandenen, naturalen Voraussetzungen entscheidend. Beide Verfahren arbeiten mithilfe der Zerlegung des Entscheidungsproblems in seine Teilprobleme. Diese Zerlegung geschieht über die Formulierung entscheidungsrelevanter Kriterien und Indikatoren. Die beiden Verfahren unterscheiden sich in dem sich anschließenden Bewertungsprozess.

    Während bei der Nutzwertanalyse alle Kriterien zueinander in Bezug gesetzt werden, werden sie beim AHP hierarchisch geordnet und über paarweise Vergleiche bewertet. Die Bewertung der entscheidungsrelevanten Kriterien und Indikatoren drückt das Wertesystem und Zielvorstellung der beteiligten Nutzergruppen aus. Diese Bewertung wird in Einzelinterviews mit jedem der Beteiligten erarbeitet. Auf der Grundlage dieser Bewertungen wird für jeden Untersuchungspunkt der Waldfläche die optimale Behandlungsalternative bestimmt. Hierfür wird die Waldfläche mittels eines Rasters in Untersuchungspunkte eingeteilt. Jeder Untersuchungspunkt bietet durch seine individuellen Eigenschaften unterschiedliche Voraussetzungen für die Wahl der geeigneten Behandlungsalternative.

    Durch die Bestimmung der optimalen Behandlungsalternative für jeden Untersuchungspunkt entsteht für die gesamte Waldfläche eine Kombination aus verschiedenen Alternativen. Die Ergebnisse der einzelnen Bewerter werden über die Verknüpfung mit Geographischen Informationssystemen (GIS) visualisiert. Über einen Vergleich der unterschiedlichen Ergebnis-Szenarien lassen sich mögliche Nutzungskonflikte zwischen verschiedenen Bewertern bzw. Nutzergruppen identifizieren.

Expertengremien

  • Zur Einbindung der Experten aus verschiedenen Interessengruppen sind mehrere Gremien geplant. Die Experten treffen sich in diesen Gremien zu zwei Workshops.
    Einer findet zu Beginn der Mitarbeit für eine Vorstellung der Verfahren und Vorbereitung der Erarbeitung des Bewertungsraster statt und einer am Ende des Projektes zur Vorstellung der Ergebnisse und Diskussion der Verfahren.
    Die Festlegung der Expertenmeinung zur Gewichtung und Bewertung der entscheidungsrelevanten Kriterien und Indikatoren erfolgt in Einzel-Interviews nach dem ersten Workshop.

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