Programm PEP 3.0

PEP 3.0 ist eine computergestützte Entscheidungshilfe für die Wachstumssteuerung in Plenterwäldern und Überführungsbeständen, mit deren Hilfe unter Vorgabe von Zielvorrat und Zieldurchmesser die Nutzungen berechnet werden, die erforderlich sind, um einen Bestand sukzessive einem plenterwaldtypischen Gleichgewichtszustand anzunähern. Zusätzlich bietet PEP 3.0 auch vielfältige Möglichkeiten zur Strukturanalyse von Beständen.

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Kurzanleitung

PEP ist das Akronym für "Produktionszielorientierte Entscheidungshilfe für die Bewirtschaf­tung von Plenterwäldern und Überführungsbeständen". Das Programm bietet die Möglichkeit einer detaillierten Analyse der Struktur und der Dynamik von Waldbeständen mit dem Ziel, diese sukzessive an einen plenterwaldtypischen Gleichgewichstzustand heranzuführen. Mit dem Prognosemodul können die Auswirkungen eines bestimmten Eingriffsmusters oder be­stimmter Zielvorgaben auf die Bestandesentwicklung abgeschätzt werden. Umgekehrt lässt sich die Eingriffsstruktur bestimmen, die innerhalb des Prognosezeitraums die Durchmesserverteilung des Bestandes einem Gleichgewichtszustand annähert. Das Modell arbeitet durchmesserstufenbezogen und distanzunabhängig. Die Parameter der Schätzfunktionen werden bestandesspezifisch ermittelt. Für Entscheidung zur Wachstumssteuerung ist eine Vielzahl graphischer Darstellungen und tabellarischer Ausgaben.

Die neue Version 3.0 verfügt über eine Schnittstelle zu Betriebsinventurdaten, so dass auch Straten der entsprechenden Behandlungs- und Waldentwicklungstypen ausgewertet werden können.

Installation

  • Entpacken der zip-Datei,
  • Start der Datei setup.exe Im Unterordner "Paket",
  • Achtung: PEP 3.0 wurde unter Visual Basic 6.0 ursprünglich für Windows 7 programmiert. Unter Windows 10 kommt es zu Beginn des Installationsprozesses des öfteren zu Problemen. Es öffnen sich die Installationsbildschirme (1) Microsoft Data Access Components 2.0 Setup (türkisfarben) und (2) PEP Setup (blau), wobei (1) das PEP-Setup (2) blockiert.
  • Warten Sie in diesem Fall, bis die Meldung "Microsoft Setup-Programm reagiert nicht" erscheint. Dies kann durch ein Hin- und Herwechseln zwischen (1) und (2) mit der Tastenfolge "Alt-Tab" beschleunigt werden. Bestätigen Sie dann die Option "Programm schließen". Alternativ kann das Programm auch durch Klick auf das rote Feld rechts oben in Bildschirm (1) geschlossen werden.
  • Es erscheint Bildschirm (2) und der Installationsprozess startet. Achtung: An dieser Stelle warnt das Programm mehrfach vor Versionskonflikten bzw. der Überschreibung von Dateien. Es wird dringend empfohlen, jeweils mit Klick auf "Ja" (!) die vorhandene (neuere) Windows-Systemdatei zu behalten.
  • PEP schlägt als Speicherort standardmäßig den Ordner "C:\PROGRAMME\PEP\" vor. Sollten nach der Installation Zugriffsprobleme auftreten und das Programm nicht funktionieren, wird empfohlen, PEP in einem anderen Ordner wie z.B. "C:\PEP\" zu installieren.
  • Starten Sie nach Abschluss der Installation Ihren Rechner neu.
  • Sollte nach der Installation von PEP auf einem Notebook das Programmfenster größer sein als der Bildschirm (der rechts unten befindliche Button „Berechnen“ ist dann nicht sichtbar), kann dies daran liegen, dass die Bildschirmanzeige in Windows auf einen Wert über 100% eingestellt ist. In diesem Fall sollte der Wert in den Systemeinstellungen auf 100% gesetzt werden.

Datenimport

Das Importmodul von PEP ermöglicht das Einlesen von Daten aus unterschiedlichen Quellen wie Versuchsflächendaten, Daten aus Betriebsinventuren oder selbst erhobenen Bestandesdaten.

Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche des Programms ist wie folgt gegliedert:

  1. Oberste Symbolleiste (grau): Datenimport/-auswahl, Wahl der Programmmodule (Strukturanalyse, Prognose, Ergebnisse), darunter Buttons mit denselben Funktionalitäten
  2. Oberer Menübereich (dunkelgrün): Links: Anzeige des aktiven Moduls, daneben: Anzeige der zur Verfügung stehenden Auswertungsoptionen; die gewählte Option ist grau hinterlegt.
  3. Rechter Menübereich: Menüinhalte abhängig vom gewählten Modul und der aktiven Auswer-tungsoption
  4. Zentraler Displaybereich für Grafiken und Tabellen

Modul Strukturanalyse

Das Analysemodul bietet verschiedene Möglichkeiten, sich einen Überblick über die Struktur des zu bearbeitenden Bestandes zu verschaffen und ermöglicht neben den gängigen waldwachstumskundlichen Standardauswertungen die Berechnung von Gleichgewichtskurven.

Das Modul beinhaltet zahlreiche Optionen zur Darstellung der Entwicklung wichtiger Bestandesparameter, ihrer Wechselbeziehungen oder der Bestandeshomogenität (Lorenzkurven).

Modul Nutzungsplanung

Mit dem Prognosemodul ist es möglich, die Auswirkung einer bestimmten Bestandsbehandlung auf den Gleichgewichtszustand zu überprüfen. Mit einer flexibel einstellbaren Nutzungsplanung können Eingriffsstrategien zur Annäherung an Plenterwaldgleichgewichtskurven bestimmt werden. Der ausscheidende und verbleibende Bestand kann graphisch und tabellarisch dargestellt werden.

Liegt nur eine Aufnahme vor, werden die Prognosen auf Basis von aus Versuchsflächendaten abgeleiteten Zuwachsfunktionen erstellt.

Bei Wiederholungsaufnahmen werden die Prognosen anhand der bestandes- oder stratenspezifisch berechneten Durchmesserzuwächse berechnet, d.h., die Prognosen beruhen auf den lokal herrschenden Wachstumsverhältnissen.

Die Steuerung der Überführung und die Nutzungsplanung in Dauer- und Plenterwäldern erfolgt anhand eines Vergleichs der tatsächlichen Durchmesserverteilung mit einer bestandesindividuell berechneten Gleichgewichtskurve. Lage und Steigung der Gleichgewichtskurven können durch die Vorgabe eines benutzerdefinierten Zieldurchmessers und/oder Zielvorrats verändert werden, was einen wesentlichen Einfluss auf die Eingriffsstruktur und ggf. den Überführungszeitraum hat.

Graphik- und Datenexport

Im Analyse- und Nutzungsmodul ist ein Export den Graphiken zugrunde Daten im TXT-Format möglich. Außerdem ermöglicht eine Schnittstelle die direkte Datenübergabe an das Programm HOLZERNTE 3.0, so dass dort weitere Auswertungen nach Sorten, Aufarbeitungskosten und Erlösen vorgenommen werden können.

Benutzerhandbuch

Ausführliche Informationen zu Installation und Benutzung des Programms finden Sie in der Programmdokumentation.

Support

Bei Problemen und Fragen nehmen Sie bitte Kontakt mit der Abteilung Waldwachstum der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg auf:

Haftung

Bei der Erstellung des Wachstumssimulators PEP wurden die Grundsätze guter wissenschaftlicher Arbeit befolgt. Der Schwerpunkt des Projektes lag in der Analyse der Gesetzmäßigkeiten der Verjüngung und des Wachstums von Tannen-, Fichten- (Buchen-)Plenterwäldern und Überführungsbeständen sowie der Entwicklung wissenschaftlicher Grundlagen für eine Software zur Herleitung zielführender Eingriffe zum Erhalt von Plenterwaldstrukturen bzw. zur Überführung. Eine professionelle Gestaltung von Programmoberfläche und Benutzerführung war im Rahmen des Projektes nicht möglich, weshalb diesbezüglich gewisse Abstriche zu machen sind. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es gelegentlich zu Programmabstürzen kommen kann und/oder das Programm neu gestartet werden muss.

Die Software ermöglicht komplexe waldbauliche Simulationen, kann jedoch bei unbedachtem Einsatz zu irrigen Schlussfolgerungen führen. Soweit sich daraus Schäden für Dritte ergeben kann keine Haftung übernommen werden. Ebenso wird für jegliche im Zusammenhang mit der Installation von PEP entstandene Schäden an Ihren EDV-Einrichtungen von Seiten der Autoren keine Haftung übernommen.

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