Verschiedene Gruppen haben verschiedene Ansprüche an die Wälder im Land. Sie alle unter einen Hut zu bekommen, ist das Ziel des Dialogforums "Miteinander Wald Erleben". Hier kommen verschiedene Akteurinnen und Akteure rund um den Wald zusammen, um sich auszutauschen und zu vernetzen: Waldbesitz, -bewirtschaftung, -naturschutz, Tourismus, Freizeit und Sport sowie Erholung.
"Im Dialogforum tauschen wir uns mehrfach im Jahr zu Waldthemen aus, die die Mitglieder auf unterschiedliche Weise berühren", erklärt Wiebke Hebermehl. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stabsstelle "Gesellschaftlicher Wandel" der FVA in Freiburg. "Jede Partei bringt ihre Perspektive mit ein – das macht den Austausch immer unglaublich fruchtbar." Daher sei das Forum sehr dankbar dafür, dass Sandra Olbrich, Beauftragte für Inklusion im Nationalpark, und ihr Team das Dialogforum empfangen haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion erhielten wertvolle Ideen und Impulse, wie Inklusion und Barrierefreiheit in der eigenen Institution und Region umsetzbar wären. "Wir haben darüber gesprochen, was Inklusion überhaupt bedeutet, was sie verhindert und auch über die kleinen Schritte, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Termin mitnehmen und direkt umsetzen können", fasst Hebermehl zusammen.
Inklusion im Nationalpark
"Inklusion ist ein Menschenrecht. Wer Natur für alle öffnen will, muss Teilhabe zuerst intern ermöglichen. Nur so entsteht ein Angebot, das authentisch ist", sagt Sandra Olbrich. Über gelungene Beispiele von Inklusion im Nationalpark berichteten Wildnispädagoge und -pädagogin Matthias Eberspächer und Svenja Fox während einer geführten Tour durch den Park. Svenja Fox bietet ihre Touren auch in Deutscher Gebärdensprache an, ein wichtiges Angebot in Sachen Inklusion.
Einen großen Wert legt der Park darauf, Naturerleben so zu denken, dass keine Sonderwege für Menschen mit Behinderung notwendig werden, sondern dass Natur für alle erlebbar wird.
Unverzichtbarer Input
Während der gemeinsamen Exkursion kristallisierte sich besonders heraus, dass bereits kleine Änderungen eine große Wirkung auf dem Weg zu mehr Inklusion und Barrierefreiheit haben können. "Die Gäste sind mit konkreten Punkten aus der Exkursion herausgegangen, die sie zurück zuhause direkt umsetzen können", sagt Hebermehl.
Hintergrund: Das Dialogforum
Das Dialogforum "Miteinander Wald erleben" ist Teil der Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR). Als Kommunikations- und Vernetzungsplattform arbeitet es darauf hin, dass die stetig zunehmenden Ansprüche an den Wald in Baden-Württemberg konstruktiv mit- und nebeneinander existieren können. Es ist ein freiwilliger Zusammenschluss verschiedener Verbände und Gruppen mit einem Bezug zum Wald und wird von der Stabsstelle "Gesellschaftlicher Wandel" der FVA geleitet.
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