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Traditionsreich, aber nicht von gestern – die Waldforschung Baden-Württembergs feiert Geburtstag

Forstminister Peter Hauk steht auf einer Bühne am Redepult. Vor ihm sitzt ein Publikum und hört zu.

Forstminister Peter Hauk MdL betonte die Bedeutung der Waldforschung (Foto: Daniel Schoenen)

In diesem Jahr feiert die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) ihr 150-jähriges Bestehen.

Bereits vor zwei Jahren konnte die Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen auf das 100-jährige Bestehen der Forstwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zurückblicken. Die Feierlichkeiten wurden pandemiebedingt verschoben. Da die Kooperation zwischen den beiden Einrichtungen in Freiburg eine lange und gute Tradition hat, begingen sie nun auch ihre Geburtstage gemeinsam.

"Den Wäldern in Baden-Württemberg sieht man an, dass wir im Land auf profunde wissenschaftliche Grundlagen und eine hervorragende Ausbildung von Forstleuten zurückgreifen können: 150 Jahre Waldforschung an der FVA und 100 Jahre Forstwissenschaften und forstliche Ausbildung an der Universität Freiburg – beide Institutionen arbeiten eng zusammen, wenn es um die Zukunftsmodelle für die Wälder im Klimawandel geht."
Forstminister Peter Hauk MdL

"Die richtige Standortwahl, langfristiges Denken und verantwortliche Pflege sind weltweit entscheidende Grundsätze bei der Nutzung und dem Schutz von Wäldern. Am Wachstum und den Erfolgen der FVA und der Forstwissenschaften an der Universität Freiburg kann man gut erkennen, dass diese Grundsätze offensichtlich auch für Wissenschaft, Forschung und Lehre selbst gelten."
Prof. Dr. Heiner Schanz, Dekan der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen, Universität Freiburg

Forstminister Peter Hauk MdL betonte beim Festakt die Bedeutung beider Institutionen für die Landesregierung, insbesondere im Angesicht der Veränderungen, die schon heute in den Wäldern Baden-Württembergs durch den Klimawandel spürbar sind. "Dass die FVA auf langjährige Datenreihen aus vielen systematischen Waldbeobachtungen zurückgreifen kann, aktuell über 1.000 Versuchsflächen unterhält und mit ihren rund 360 Beschäftigten inzwischen alle Aspekte rund um den Wald – vom Boden über die Fauna, die Bäume bis hin zu den Menschen und deren Bedürfnissen – erforscht, schafft wichtige Grundlagen für die Herausforderungen, denen sich Wälder, die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer und die Politik gegenübersehen", sagte der Minister in Freiburg.

Die Früchte der bisherigen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre wurden am Freitag in Freiburg ebenso präsentiert wie die Bedeutung der weiteren Kooperation bekräftigt. Freiburgs Forsthistoriker Prof. Dr. Uwe Schmidt stellte die bewegte Geschichte der letzten 100 Jahre Forstwissenschaften am Standort Freiburg dar, bevor mit prominenten Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung und Forstbetrieb diskutiert wurde, wie die Zukunft der Forstwissenschaften aussehen kann und welche Anpassungsprozesse in Forschung und Lehre in Anbetracht neuer Erwartungen von Gesellschaft und Politik an die Wälder nötig sind.

Zwei Puzzlestücke der Waldforschung

"Wie zwei Puzzelstücke passen FVA und forstliche Fakultät mit ihren jeweiligen Kompetenzen und Stärken zusammen und machen den forstlichen Forschungsstandort Freiburg zu einem Leuchtturm", unterstreicht FVA-Direktor Prof. Dr. Ulrich Schraml. "Wir profitieren davon, dass wir in Freiburg ein attraktives Studienangebot mit vielfältigen Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der angewandten Forschung und dem Waldmonitoring der FVA wie auch der Grundlagenforschung der Universität kombinieren können. Die Nähe der FVA zu den Forstbetrieben und der Landespolitik gewährleistet, dass Forschung kein Selbstzweck, sondern immer auch Grundlage für Beratung und Weiterentwicklung des Waldmanagements ist."

"Die forstwissenschaftliche Ausbildung in Freiburg hat in den vergangenen 100 Jahren Tausende Absolventinnen und Absolventen von allen Kontinenten hervorgebracht; aktuell absolvieren rund 100 Studierende pro Jahr erfolgreich die forstwissenschaftlichen Studiengänge. In Freiburg vermittelte Kompetenzen prägen die Erforschung, den Schutz und die Pflege von Wäldern weltweit. Die Vermittlung von Praxisbezügen über die FVA ist dabei ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg", stellt Prof. Dr. Heiner Schanz, Dekan der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen, heraus.

"Moderne Forstwissenschaften sind interdisziplinär, indem sie über Disziplingrenzen hinweg denken, und sie sind transdisziplinär, indem sie Transformationsbewegungen in der Praxis mitgestalten", fügt Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Ko-Sprecher des Instituts für Forstwissenschaften, hinzu. "Die Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen bietet den Freiburger Forstwissenschaften ein einzigartiges Umfeld für ihre interdisziplinäre Vernetzung; die FVA ist seit Jahrzehnten unser wichtigster Partner im Hinblick auf transdisziplinäre Fragestellungen. Auf dieser Grundlage hat sich Freiburg zu einem starken, international in hohem Maße sichtbaren forstwissenschaftlichen Standort entwickelt."

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