Plusbaum-Selektion und Klonidentische Vermehrung von neuen Juglans-Hybriden

Der Anbau von Juglans-Arten gehört zu einer waldbaulichen Nische der Forstwirtschaft, deren Bedeutung insbesondere als Alternativ-Baumart und aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten beständig zunimmt. Das flächige Absterben der Esche (Fraxinus excelsior) durch das Eschentriebsterben (Hymenoscyphus pseudoalbidus) bedingt die Suche nach Baumarten, die für den Anbau auf den speziellen Eschen-Standorten geeignet sind. Eine Option für die nachhaltige Sicherung der Waldfunktion auf diesen Standorten bieten Juglans-Arten und ihre Hybriden.
Im Projekt werden durch die FVA-BW, Abteilung WN ausgesuchte Hybriden von Juglans intermedia x Juglans mandshurica, die vor ca. 25 Jahren durch Zufallsbestäubung in Südbaden entstanden, hinsichtlich ihrer Holzqualität charakterisiert:
- Ansprache der Rundholzqualität nach äußeren Qualitätsmerkmalen
- Charakterisierung der inneren Stamm und Holzstruktur hinsichtlich der Verkernung und Astentwicklung mittels Computertomografie (Überwallung nach Grünastung)
- Bestimmung der Variation der Holzdichte zur Beschreibung der Gleichmäßigkeit des Stammaufbaus hinsichtlich technisch-physikalischer Holzeigenschaften (Neigung zu Quellung und Schwindung)
Projektnummer: 1532
Beginn: 2019
Forschungsschwerpunkt: Laubholzforschung
Ende: 2020
Leitung: Franka Brüchert - Abteilung: Waldnutzung
Arbeitsbereiche: Angewandte Holzforschung
Beteiligte: Waldnutzung (Holztechnologische Charakterisierung Ausgangsmaterial / Holzqualität von Juglans-Hybriden: Die Charakterisierung ausgewählter selektierter Mutterbäume erfolgt am Rundholz, an ausgewählten Stammscheiben, sowie ausgeformten Holzproben zur Ermittlung der Verwendungseignung sowohl für visuelle als auch andere Verwendungen. Die Beschreibung des Stammholzes erfolgt zeitgleich mit der phänologischen Auswahl der geeigneten Hybriden zunächst am stehenden Baum gemäß der Klassifizierung "Güteansprache am stehenden Stamm" in Anhalt an die Klassifizierung nach WILLMANN et al. (2001). Unmittelbar nach der Fällung und der Einteilung des Stammholzes in Abschnitte erfolgt der Transport des Holzes an die FVA Baden-Württemberg zur weiteren Untersuchungsmethoden: Erfassung der einzelnen qualitätsrelevanten Kriterien für die visuelle Beurteilung der Rundholzqualität nach RVR: Anzahl, Größe und Zustand von Ästen von außen, Rosen, Nägel, Wasserreiser, Auswüchse, Drehwuchs, Mondring, Stammkrümmung, Risse, Insektenfraß, Fäule jeweils am Stammmantel oder an den Stirnflächen. In einem weiteren Schritt wird mittels röntgenbasierter Computertomografie die Stammkontur sowie der inneren Holzstrukturen am Rundholz ermittelt: Rindenstärke, Größe und Zustand der innenliegenden Äste; Vorhandensein und räumliche Ausdehnung von Fäule oder Rissen. Anhand von Stammscheiben wird die Jahrringbreite als Weiser auf die Holzdichte, sowie die Ausdehnung des qualitätsbestimmenden Farbkerns bestimmt. Anhand von definierten Holzproben, erfolgt die Ermittlung der Holzdichte und deren Variation über den Stammquerschnitt.)
Mitarbeitende: Franka Brüchert (Leitung), Dr. Udo Hans Sauter (stellvertr. Leitung), Dr. Stefan Stängle

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