Überprüfung von Rehverhalten mit Wärmebildkameras an ausgewählten Straßenabschnitten mit Wildunfallschwerpunkten

Wildunfälle stellen ein großes Sicherheitsrisiko für den Straßenverkehr dar und stellen den Biotopverbund vor große Herausforderungen. Wildwarnreflektoren werden seit rund sechs Jahrzehnten eingesetzt, um Wildunfälle zu verhindern und kommen als Präventionsmaßnahme am häufigsten zur Anwendung. Ziel ist nicht die Verhinderung von Straßenquerungen von Wildtieren (vor allem Rehen, die am häufigsten betroffen sind), sondern die Beeinflussung des Verhaltens der Tiere, so dass Wildunfälle vermieden werden. Besonders blaue Reflektoren sollen aufgrund ihrer „Warn“-Farbe Wildunfälle wirksam vermeiden. Während wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren überwiegend anzweifeln, ist ein Großteil der Jägerschaft von deren Wirkung nach wie vor überzeugt. Um dem Widerspruch nachzugehen, wurden drei Untersuchungsschwerpunkte im vorliegenden Projekt bearbeitet:
1. Erfassung aller Straßenabschnitte im übergeordneten überregionalen Streckennetz (d.h. alle Bundes- Land- und Kreisstraßen) mit Wildwarnreflektoren in Baden-Württemberg.
2. Bewertung der Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren bezüglich der Verhaltensreaktionen der Wildtierarten Reh, Fuchs und Wildschwein im Straßenumfeld.
3. Initiierung eines Arbeitskreises „Verkehrssicherheit & Wildtiere“ zur Erarbeitung von Strategien für eine nachhaltige Reduzierung von Wildunfällen
Projektnummer: 1557
Beginn: 2017
Forschungsschwerpunkt: ohne Schwerpunkt
Ende: 2020
Leitung: Dr. Rudi Suchant - Abteilung: Wald und Gesellschaft
Arbeitsbereiche: Wildtiermanagement (bis 2020)
Beteiligte: Wald und Gesellschaft (Durchführung des Projektes)
Mitarbeitende: Dr. Rudi Suchant (Leitung), Martin Strein (stellvertr. Leitung)

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