Drohneneinsatz in der Waldbewirtschaftung und -forschung - Entwicklung von Methoden und Verfahren für forstliche Frageestellungen

Die Entwicklung der Drohnentechnik inklusive der von ihnen getragenen Sensoren bietet neue Möglichkeiten in der effizienten Unterstützung der forstlichen Forschung und Bewirtschaftung unserer Wälder.
Die Stärken der Drohnentechnik liegen dabei im kleinflächigen Einsatz, in der hohen Flexibilität der Aufnahmemöglichkeiten und den Möglichkeiten der Aufnahme von Zeitserien. Drohnen sind dabei nur die Plattform für verschiedenste Sensoren.
Im Rahmen des Projektes werden die Workflows zur Befliegungsplanung (inklusive Terrainfollowing), des Datenmanagements und der anschließenden Photogrammetrischen Auswertung entwickelt. Als Auswertungssoftware wird hierfür Agisoft Metashape eingesetzt. Neben den Höheninformationen in Form von Höhenmodellen und Punktwolken, werden so auch lagegenaue Orthomosaike erzeugt.
Für die präzise geometrische Erfassung der Lage und Vegetationsgeometrien, wie z. B. Baumhöhen, setzen wir ein kalibriertes Kamera- und GNSS-Sensorsystem mit SAPOS Postprocessing ein (KlauPPK).
Für die Erfassung von Schadmerkmalen von Baumkronen, wie z. B. Nadelverluste und Verfärbungen durch den Befall des Tannenborkenkäfers, werden neben den Echtfarbenaufnahmen auch Aufnahmen mittels einer 5-Kanal-Multispektralkamera getestet.
Aufbauend auf den Erfahrungen im Bereich der Luft- und Satellitenbildauswertung sowie dem vorgeschaltetem Sondierungsprojekt, sollen Verfahren und Methoden zu verschiedenen Themenbereichen entwickelt werden. Ziel ist dabei neben der Verfahrensentwicklung auch die Prüfung von Methodengrenzen bzw. die Beratung für den Drohneneinsatz für forstliche Fragestellungen mit Schwerpunkt Datenauswertung. Für die folgenden Bereiche werden Methoden entwickelt:
• Unterstützung der Waldinventuren (Einzelbaum, Baumhöhen, Kronenparameter)
• Erfassung von Waldstrukturen – Unterstützung von Fachprojekten der FVA bei der Integration von Drohnendaten
• Unterstützung des Waldschutzes
• Intensivmonitoring von waldwachstumskundlichen Solitärversuchsflächen (Höhenentwicklung, Kronenentwicklung)
• Einsatz von Drohnen im Katastrophenfall - Erfassung von Sturmschäden, Hagelschäden
Projektnummer: 1578
Beginn: 2018
Forschungsschwerpunkt: Nachhaltigkeit messen und bewerten
Ende: 2021
Leitung: Dr. Petra Adler - Abteilung: Biometrie und Informatik
Arbeitsbereiche: Waldinventuren
Beteiligte: Waldschutz (terrestrisches Waldschutzmonitoring, Beratung), Waldnutzung (Feinerschließung), Biometrie und Informatik (Koordination, Methoden- und Verfahrensentwicklung)
Mitarbeitende: Dr. Petra Adler (Leitung), Dr. Gerald Kändler (stellvertr. Leitung), Dr. Reinhold John, Uli Riemer, Regina Bogenschütz, Andreas Uhl

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