Gesellschaft

Wald hat große gesellschaftliche Bedeutung: als Erholungsort, Wirtschaftsfaktor und Naturraum. Er ist in diesem Sinne nicht nur Lebensraum von Pflanzen, Pilzen und Tieren, sondern auch von Menschen. Als Gesellschaft bauen wir auf seine „Ökosystemleistungen“ und wir gestalten sein Wachsen und Gedeihen mit. Die FVA beschäftigt sich deshalb nicht allein mit naturwissenschaftlichen Analysen unserer Wälder. Durch Information, Beratung und sozialwissenschaftliche Forschung kümmern wir uns auch um die menschlichen Belange zum Wald. Denn unser Waldwissen steht nicht für sich, es ist eingebettet in gesellschaftliche Prozesse und Debatten, zu denen es einen Beitrag liefern kann.

Themenschwerpunkte

Zu diesen gesellschaftlichen Fragen und Themen forschen, kooperieren und informieren verschiedene Fachabteilungen der FVA, insbesondere die Stabsstelle Gesellschaftlicher Wandel, das FVA-Wildtierinstitut und die Abteilungen Waldschutz und Waldnaturschutz.

Aktuelles zum Thema

Waldeslust statt Waldesfrust!

Karikatur

Illustration: Michael Tewiele

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg forscht zum gelingenden Dialog über und im Wald / Karikaturen regen zum Schmunzeln und Reflektieren an

Der Wald hat viele Funktionen: Er ist Klimaretter, Lebensraum, Rohstofflieferant, Arbeitsplatz und ein Ort der Ruhe und Erholung. Darüber hinaus ist er für viele Menschen ein wichtiger Teil der eigenen Identität. "Gerade vor dem Hintergrund klimabedingter Waldschäden engagieren sich viele Menschen für den Wald und sorgen sich um sein Wohlergehen", erklärt Prof. Dr. Ulrich Schraml, Leiter der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA). "Die Überzeugungen, was das "Beste für den Wald" ist, gehen aber auseinander. Nicht selten führen die unterschiedlichen Positionen zu Konflikten. Ein konstruktiver Austausch zwischen den Konfliktpartnerinnen und -partnern wird dabei oft durch gegenseitiges Misstrauen, mangelnde Wertschätzung und ein fehlendes Verständnis für die Sichtweisen des Gegenübers erschwert", weiß der Forstwissenschaftler.

Viele Fragen stellen sich, wenn es um den Wald geht und je härter die Positionen werden, in umso größere Ferne rückt eine einvernehmliche Lösung mit seinem Umgang. Wollen wir den Wald sich selbst überlassen oder braucht er gezielte Pflege? Auf welche Weise wollen wir den Wald nutzen? Welche Maßnahmen sind sinnvoll und welche nicht?

Bürgerinitiativen und Forstleute erarbeiten gemeinsam Ergebnisse

Damit eine konstruktive Kommunikation und ein Dialog auf Augenhöhe wieder gelingen können, sind im Projekt "Waldeslust statt Waldesfrust!" der FVA in gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen Forstleuten und waldbezogenen Bürgerinitiativen verschiedene Medien entstanden. Diese sollen zu einem Perspektivwechsel anregen und dazu beitragen, den eigenen Standpunkt mit einem Schmunzeln zu reflektieren, um so das gegenseitige Verständnis zu fördern. Personenportraits, Karikaturen und ein animierter Film zeigen, wie ein konstruktiver Dialog in Zukunft aussehen und gelingen könnte, indem sie zwischen den verschiedenen Sichtweisen und Meinungen über den "richtigen" Umgang mit dem Wald und ein gemeinsames Ziel vermitteln, denn im Grunde wollen alle nur das Beste für den Wald.

Hintergrundinformationen

Die erarbeiteten Medien – Karikaturen als Aluverbunddruck, ausgewählte Karikaturen als Banner, Portraits als Aluverbunddruck sowie der animierte Film – können ausgeliehen und für eigene Dialogformate und andere Veranstaltungen genutzt werden.

PDF-Download der Pressemitteilung

Weitere Informationen

Weitere Medien und Veröffentlichungen

4. astrein Podcast „Mein Wald, dein Wald, unser Wald!?“ – Juristisches und psychologisches Eigentum. Ein Gespräch zwischen FVA-Direktor Prof. Dr. Ulrich Schraml und Dominik Menton-Enderlin

Warum setzen Sie sich für den Wald ein? – Das Projekt "Bürgerschaftliches und unternehmerisches ­Engagement in der aktiven Wiederbewaldung".

 „Trägt Früchte im Kampf gegen den Klimawandel: Die Waldforschung“ Aufzeichnung der Veranstaltung vom 12. April 2022, bei der die Ergebnisse des Projektes „Warum setzen Sie sich für den Wald ein?“ präsentiert und diskutiert wurden. Außerdem berichten die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und zwei Revierleiter von ihren Erfahrungen zu Mitmachaktionen im Wald.

Das Blatt wenden – gemeinsam für die Zukunft unserer Wälder. Mehrere Videos mit Beteiligung von FVA-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern sind im Rahmen dieser Kampagne entstanden und zeigen, wie wichtig und vielfältig unsere Forschung ist.

Verdacht auf Wolf oder andere Wildtiere melden. Sie haben einen Riss mit Verdacht auf große Beutegreifer bzw. Sichtungen, Fährten oder Losungen, die auf Luchs oder Wolf hindeuten könnten? Sie haben eine tote Wildkatze gefunden oder einen Hinweis auf ein anderes seltenes Wildtier?

Wildtierfreundliches Freizeitverhalten

Gut gereift: 150 Jahre alt und mit jedem Tag fitter – zur FVA-Jubiläumsseite der FVA.

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