Urban Forestry Luxemburg Stadt

Gesellschaftliche Anforderungen an den urbanen Wald der Zukunft

Kartierung von Freizeitnutzungen im Stadtwald Luxemburg Stadt

Die Stadt Luxemburg ist die Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg. In der Stadt leben etwa 125.000 Menschen und somit knapp 20 Prozent der Gesamtbevölkerung Luxemburgs. Aufgrund des städtischen Bevölkerungswachstums und städtebaulicher Verdichtung erfährt der Luxemburger Stadtwald zunehmende Bedeutung – sei es für sportliche Aktivitäten, spirituelles Erleben oder zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und der Gesundheit.

Die Naturräume für die Naherholung sind für die Stadtbevölkerung Luxemburgs leicht zugänglich. Der Stadtwald mit einer Größe von 1055 Hektar macht ca. 20% des Stadtgebietes aus. Seit Jahrzehnten verfolgt die Administration de la nature et des forêts (ANF) ein integratives Konzept um die Multifunktionalität dieses Waldes zu erhalten und zu fördern. Unter dem Dach der ANF vereinen sich deshalb sowohl forstwirtschaftliche als auch naturschutzfachliche Expertisen. Ebenso spielt der Erhalt und die Förderung des Waldes als Raum für Naturerlebnisse, Ruhe und Erholung - auch vor dem Hintergrund der Ausdehnung und Verdichtung des Luxemburger Stadtraumes - seit jeher eine große Rolle.

Ziel des Projektes

Das Urban Forestry Projekt hat zum Ziel, strategische Handlungsempfehlungen für das zukünftige Management von stadtnahen Wäldern zu erarbeiten, die die gesellschaftlichen Anforderungen an den urbanen Wald der Zukunft berücksichtigen: Die Bedürfnisse der urbanen Bevölkerung sollen besser in die forstliche und naturschutzfachliche Planung integriert werden.

Hierfür gilt es die Nutzungsanforderungen und Erwartungen der Waldbesuchenden an ihren Stadtwald zu erfassen und auszuwerten. Dies erfolgt über eine Online-Umfrage mit Kartierungsfunktion. Auf web-basierten Karten können die Umfrage-Teilnehmenden ihre Freizeitaktivitäten in Form von Routen sowie individuell positiv und negativ bewertete Orte im Wald angeben und beschreiben. Die Ergebnisse werden u.a. in Form von Hotspot-Karten der Freizeit- und Erholungsnutzungen des Waldes, in enger Zusammenarbeit zwischen ANF, dem Service Forêts der Stadt Luxemburg und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) aufbereitet. Die Ergebniskarten stellen u.a. Aktivitäten-spezifische Nutzungsintensitäten durch Besuchende dar und dienen so als Werkzeug für die Integration der Erholungsfunktion des Waldes in dessen Management.

Dieses Projekt ist ein weiterer Teil der bereits seit 2004 – vor allem im Bereich des Waldnaturschutzes –
bestehenden Kooperation zwischen der FVA und der Naturverwaltung Luxemburg (ANF).

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