Die große Artenzahl der Bodenvegetation, ihre gut bekannten, spezifischen Standortansprüche (Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe) und ihre leichte Erfassbarkeit im Gelände machen diese Artgruppe so interessant für das FFK-Projekt. Das Vorhandensein vieler andere Arten ist engverknüpft mit der Vegetation, da diese wichtigen Ressourcen wie Nahrung oder Brutstätte bietet. Im Vegetationsmodul werden auf jedem Hektar die Baum-, Strauch-, Kraut-, Moos- und Flechtenschicht auf Artebene aufgenommen. Dies geschieht auf fünf Dauerbeobachtungsflächen   à 100 m² auf jeden der 45 FFK- Flächen.  Licht ist für die Krautschicht im Wald häufig der limitierende Faktor, um diesen quantifizieren zu können, nehmen wir das Licht mit Hilfe eines Lichtmessgerätes (Plant Canopy Imager CL-110) auf. Die Vegetation reagiert sehr schnell auf sich verändernde Umweltbedingungen. Dies ist gerade bei großen Störungen, wie wir sie im FFK-Projekt mit den Freiflächen nachahmen, sehr spannend. Die Vegetation passt sich an die neuen Umweltbedingungen an – schatten tolerante Arten werden verdrängt und andere lichtbedürftige Arten übernehmen die Regie. Mit den Vegetationsaufnahmen möchten wir gerne folgendes herausfinden:

- Welche Arten profitieren durch die Freiflächen und somit einer erhöhten Heterogenität der Ressourcenverfügbarkeit auf Landschaftsebene?

 - Wird die gesamte Artenanzahl erhöht, weil spezialisierte Arten koexistieren können?

Außerdem erhoffen wir uns die räumlichen und zeitlichen Veränderungen von Arten besser zu verstehen, um zum Beispiel herauszubekommen welche Arten auf ungestörte alte Wälder angewiesen sind.

Warenkorb

Titel Anzahl Preis
Gesamtpreis: