Akku-Geräte

Leistung, Ergonomie und aktuelle Trends

Der Einsatz von Akku-Geräten ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dank einer immer breiteren und leistungsfähigeren Produktpalette für den Forstbereich werden Akku-Geräte auch zunehmend bei professionellen Arbeiten im Wald eingesetzt. 

Welche Herausforderungen der Betrieb von Akku-Motorsägen bei der Waldarbeit mit sich bringt, aber auch die Vorteile, die sich gegenüber der konventionellen Benzin-Motorsäge, insbesondere für den Gesundheitsschutz, ergeben, wurde in verschiedenen Studien der FVA Baden-Württemberg untersucht. Dabei wurden, u.a. mit Beteiligung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Georg-August-Universität Göttingen sowie gemeinsam mit Praxispartnern, in verschiedenen Versuchen in der Jungbestandspflege Daten zur Produktivität gewonnen und die Belastungen durch Schall und Vibrationen bei dem Einsatz einer Akku-Motorsäge im Vergleich zu einer Benzin-Motorsäge ermittelt.

Die Erkenntnisse wurden in verschiedenen Medien veröffentlicht: 

Arbeitsgeräte für die Jungbestandspflege

Bisher besteht ein gewisser Zielkonflikt bei der Entwicklung von Akku-Geräten für die professionelle Forstanwendung zwischen einer hohen Leistungsfähigkeit und einem möglichst geringen Gerätegewicht. Deshalb bleibt der Einsatz von Akku-Motorsägen im Wald bisher überwiegend auf schwächere Baumdurchmesser, wie in der Jungbestandspflege oder der Erstdurchforstung, beschränkt.

Für diesen Einsatzbereich bieten die Hersteller mittlerweile neben akkubetriebenen Motorsägen und Freischneidern auch sogenannte Pflegelanzen an, die als Hochentaster konzipiert sind. Diese ermöglichen aufgrund ihres Schaftes einen aufrechten Stand bei Pflegetätigkeiten in einem begrenzten Durchmesserbereich.

Auswirkungen auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Eine Untersuchung der geeigneten Einsatzbereiche von Akku-Pflegelanzen und akkubetriebenen Motorsägen im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit, aber auch unter Berücksichtigung ergonomischer Aspekte ist Gegenstand aktueller Praxisversuche an der FVA. Hierbei kommt ein Motion Capture System zum Einsatz, dass in Verbindung mit einer entsprechenden Software die Belastung der arbeitenden Person in Echtzeit visualisiert und bewertet.

Als weitere Untersuchungsaspekte werden auch die jeweiligen Belastungen durch Schall und Vibration ermittelt, um möglichst weitreichende Erkenntnisse zum praktischen Einsatz der Akku-Geräte zu gewinnen.

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