Waldschnepfen-Kartierung 2022

Citizen-Science: Mitmachen und forschen!

Haben Sie Interesse an der Erfassung teilzunehmen und selbst einmal die Waldschnepfenbalz zu erleben? Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zur landesweiten Waldschnepfen-Kartierung.

Seit 2018 eine erste Pilotstudie zum Monitoring der Waldschnepfe in Baden-Württemberg durchgeführt wurde, ist die Erfassung durch freiwillige Helfer*innen ein wichtiger Bestandteil der Waldschnepfen-Kartierungen. Dank der Bemühungen der vielen Teilnehmenden konnte 2018 und 2019 eine geeignete Methodik für eine landesweite Erfassung entwickelt werden. Mit dieser überarbeiteten Methode wurde im Mai und Juni 2020 erstmals Mal kartiert. Dieses Jahr wird erneut eine Kartierung der Waldschnepfe durchgeführt, für die wir engagierte Helfende suchen.

Hinweis: Die Anmeldung zur Kartierung ist geschlossen. Wir können für dieses Jahr keine weiteren Anmeldungen annehmen

So funktioniert's

Die Waldschnepfenbalz zu erfassen ist recht einfach. Im Folgenden ist beschrieben wie die Kartierung vor Ort im Wald abläuft und worauf im Vorfeld zu achten ist. Vor der ersten Kartierung sollten Sie sich die offizielle Anleitung aufmerksam durchlesen. Diese finden Sie als PDF am Fuß der Seite. Dort ist auch das Zählformular verlinkt, auf dem Sie Ihre Beobachtungen im Wald erfassen. Ein weiteres Dokument liefert Hintergrundinformationen zur Waldschnepfe, so dass Sie sich mit dem Balzgesang und dem Flugbild der Waldschnepfe vertraut machen können.

Die Kartierung findet zwischen dem 1. Mai und dem 30. Juni statt. Kartiert wird während der Abenddämmerung stationär an einem geeigneten Standort im Wald. Da sich die Balz der Waldschnepfe häufig an Lichtungen und Kahlflächen abspielt, bieten sich Standorte am Rand von Lichtung für die Kartierung an. Auch Schneisen und Waldwege, die solche Lichtungen miteinander verbinden eignen sich gut für die Beobachtung der Schnepfenbalz.

Für die Dauer von 75 Minuten werden am gewählten Standort alle Waldschnepfen erfasst. Für jede Beobachtung wird die aktuelle Uhrzeit notiert. Außerdem wird auf dem Zählbogen vemerkt, ob nur der Gesang zu hören war, oder ob der vorüberfliegende Vogel sogar beobachtet werden konnte. Sind bei einem Überflug mehrere Individuen erkennbar, so kann die genaue Anzahl in der letzten Spalte des Zählbogens angeben werden. Da die abendliche Balz der Waldschnepfe an den Sonnenuntergang gebunden ist, verschiebt sich mit zunehmender Tageslänge auch der Beginn der Balzaktivität. Um vergleichbare Zählergebnisse zu erhalten, müssen die Vorgaben für Beginn und Ende der Zählung unbedingt berücksichtigt werden.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer übernimmt die Kartierung einer 1km² großen Fläche. Dabei wird nicht die gesamte Fläche nach Waldschnepfen abgesucht, sondern von einem gleichbleibenden Standort kartiert. Pro Fläche werden zwei Kartierungen durchgeführt. Wann die Kartierungen durchgeführt werden kann innerhalb des Zeitraums 1.5. - 30.6. frei gewählt werden. Es sollte lediglich ein Zeitraum von mindestens sieben Tagen zwischen beiden Terminen liegen. Beider Kartierungen werden am selben Standort durchgeführt.

Wie soll der  Zählbogen ausgefüllt werden?
Hier finden Sie ein Beispiel eines komplett ausgefüllten Zählformulars

Beginn der Erfassung

01. Mai - 14. Mai20:40 Uhr
15. Mai - 31. Mai21:00 Uhr
01. Juni - 14. Juni 21:15 Uhr
15. Juni - 30. Juni 21:25 Uhr

Die Kartierung wird an einem gleichbleibenden Standort innerhalb einer 1 km² großen Fläche durchgeführt. Sie erhalten von der FVA Karten, in denen geeignete Beobachtungsstandorte innerhalb ihres 1 km²-Quadranten gelb markiert und nummeriert sind. Die vorgeschlagenen Standorte liegen an gut erreichbaren Forststraßen, Lichtungen oder Verjüngungsflächen. An solchen Strukturen sind Waldschnepfenbeobachtungen am wahrscheinlichsten.Bei der Wahl des Beobachtungspunkts ist darauf zu achten, dass der Blick ungehindert gegen den hellen Abendhimmel gerichtet werden kann. Außerdem sollten Lärmquellen, z.B viel befahrenen Straßen, möglichst weit entfernt sein.

In meiner Karte sind mehrere Standorte markiert, was tun?
Für die meisten Flächen schlagen wir mehrere geeignete Standorte vor. Auch wenn in Ihrer Karte mehrere Standorte markiert sind, müssen Sie dennoch nur an einem Standort kartieren. Vor Beginn der ersten Kartierung sollten Sie sich einen eigenen Eindruck Ihrer Fläche verschaffen und den besten Standort auswählen. 

Kann ich von den vorgeschlagenen Standorten abweichen?
Wenn Sie vor Ort einen guten Beobachtungsstandort finden, können Sie natürlich von unseren Vorschlägen abweichen. Wichtig: Markieren Sie den neuen Standort in der Karte Ihrer Fläche und vermerken Sie auf den Zählformularen, an welchem Standort Sie markiert haben.

Für die Waldschnepfen-Kartierung ist es besonders wichtig, dass alle Zählungen am selben Standort durchgeführt werden. Bitte verbleiben Sie deshalb für die komplette Dauer der Erfassung am gleichen Ort und führen Sie auch die zweite Kartierung an diesem Standort durch.

 

Die landesweite Erfassung ist in einem Raster aus 1km² großen Flächen organisiert. Werden an einem Standort innerhalb einer solchen Fläche Waldschnepfen beobachtet, gilt die gesamte Rasterzelle als besetzt. Das Flächenraster der Waldschnepfenkartierung finden Sie im Geoportal BW. Dort können Sie nach einer passenden Fläche in Ihrer Nähe suchen. Gerne helfen wir Ihnen bei der Wahl einer geeigneten Fläche. 

Um Sie für die Bearbeitung einer Rasterzelle eintragen zu können, benötigen wir die Nummer der entsprechenden Fläche. Diese  wird ihnen im Geoportal ab einer gewissen Vergrößerungsstufe angezeigt. Zusätzlich können Sie mit dem Infotool in eine Fläche klicken um sich die zugehörige Flächennummer (Attribut: "flaeche") anzeigen zu lassen. Schicken Sie uns die Nummer des gewählten Quadranten, Sie erhalten anschließend das Kartenmaterial der Fläche zugeschickt. Sollten Sie schon die genaue Lage eines Beobachtungsstandorts kennen, teilen Sie uns bitte dessen Position als Koordinate oder Kartenausschnitt und die zugehörige Flächennummer aus dem Geoportal BW mit.

Ideal für die Beobachtung von Waldschnepfen sind windstille, klare Nächte. An Tagen mit starkem Wind oder Regen sind Zählungen wenig aussichtsreich. Setzt jedoch während des Zählens leichter Regen oder Wind ein, ist ein Abbruch nicht zwingend erforderlich.

Um einen möglichen Wechsel der Witterung zu erfassen, kann im Zählbogen für die Bewölkung, den Niederschlag, Nebel und Wind ein Minimal- und Maximalwerte angegeben werden. Ziehen bei der Kartierung Wolken auf, obwohl der Himmel zu Beginn wolkenlos war, kann dies im Formular vermerkt werden. Der Minimalwert der Bewölkung läge dann bei 0%, der Maximalwert beispielsweise bei 75%.

Für jede Kartierung wird ein eigener Zählbogen ausgefüllt. Wird in einer Fläche an zwei Terminen kartiert, sollten als Ergebnis zwei ausgefüllte Zählbögen vorliegen. Während der 75-minütigen Erfassung wird auf der Rückseite des Formulars für jede Beobachtung (Sichtung und/oder Balzlaut) eine eigene Zeile ausgefüllt. 
Bitte kontrollieren Sie die Zählbögen nach Abschluss der Kartierung auf Vollständigkeit. Wichtig sind insbesondere die Angaben zur Uhrzeit von Start und Ende der Kartierung und zum Standort der Erfassung

Was ist zu tun, wenn keine Waldschnepfe beobachtet wurde?
Auch Nullzählungen liefern wichtige Daten für die Erfassung der Waldschnepfenpopulation in Baden-Württemberg. Schicken Sie die Zählbögen deshalb unbedingt trotzdem an uns zurück. 

Mir ist etwas dazwischengekommen und ich habe nur an einem Termin kartieren können.
Es kann immer vorkommen, dass das Wetter nicht mitspielt oder andere Termine in die Quere kommen. Wenn eine zweite Kartierung nicht zu Stande gekommen ist, freuen wir uns dennoch über die Ergebnisse der ersten Zählung.

Wir bitten Sie, die Ergebnisse Ihrer Kartierungen gesammelt bis spätestens 15. Juli an die FVA zu übermitteln. Dies kann elektronisch oder postalisch geschehen.

waldschnepfe.fva-bwnoSp@m@forst.bwl.de

Dokumente für die Waldschnepfen-Kartierung

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