Holz

Holz ist ein umweltfreundlicher und vielseitig verwendbarer Rohstoff. Durch die Speicherung von Kohlenstoff in langlebigen Holzprodukten und durch die Substitution anderer Werkstoffe kann Holz einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Potenzial von Holz als Werkstoff ist in weiten Bereichen noch nicht ausgeschöpft. Die Forschenden an der FVA entwickeln deshalb Verfahren, um die Ressource Rohholz für eine effiziente stoffliche und energetische Nutzung effektiv und zielgenau bereitzustellen und zu bewerten.

Themenschwerpunkte

Dieser Themenbereich umfasst die Beschreibung äußerer und innerer Holzstrukturen und deren Beurteilung mit Blick auf die Verarbeitung in der Sägeindustrie, der Holzwerkstoffproduktion, der Papier- und Zellstoffindustrie sowie die Verwendungsmöglichkeiten einschließlich der energetischen Nutzung. Die waldbauliche Behandlung prägt in hohem Maß das Wachstum der Bäume und die damit zusammenhängende Entwicklung des Holzes. In der Folge können äußere und innere Holzeigenschaften und Strukturen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, wodurch die Qualität des Holzes und die Eignung für die spätere Verwendung entscheidend beeinflusst werden. In den Projekten in diesem Arbeitsbereich wird der Einfluss von Holzeigenschaften und -strukturen auf die Qualität des Holzes untersucht, und daraus die Eignung von Holz für spezifische Produkte und Produktlinien abgeleitet.

Mit Hilfe von Wachstums- und Waldentwicklungsmodellen lassen sich aus Inventurdaten Holzaufkommensprognosen berechnen. Dendrometrische Modelle beschreiben die Stammform von Bäumen (die sog. "Schaftform") und dienen der Berechnung des Baumvolumens. Sie sind wesentliche Komponenten verschiedener Auswertungsprogramme: Sie werden sowohl für die Auswertung von Inventuren eingesetzt als auch zur Kalkulation der bei der Holzernte anfallenden Holzsortimente. Traditionell wird der Holzvorrat in Volumeneinheiten berechnet. In den letzten Jahren hat die Ermittlung der Biomasse- bzw. der Kohlenstoffvorräte stark an Bedeutung gewonnen. Für die zuverlässige Abschätzung der Waldbiomasse müssen gültige Berechnungsverfahren auf der Basis so genannter Biomassefunktionen entwickelt werden.

Weiterführende Informationen

Technische Fortschritte, geänderte oder differenziertere Verwendungen und effizientere Nutzungsmöglichkeiten des Rohstoffes zwingen zu einer laufenden Anpassung der Vermessungs- und Sortiergewohnheiten von Rohholz. Die Forschung hierzu umfasst die Entwicklung zukunftsweisender Verfahren zur wald- und werkseitigen Vermessung und Qualitätssortierung von Rohholz in engem Schulterschluss mit der Forst- und Holzbranche.

Aktuelle Forschung zum Thema

Gehört die Walnuss in den Wald?

Alle kennen wohl die schmackhaften Früchte des Walnussbaums. Aber nicht nur die Nüsse sind interessant. Auch das Holz ist qualitativ und finanziell wertvoll und deshalb sehr begehrt.
Seit langer Zeit wird die Walnuss hauptsächlich als Fruchtbaum kultiviert. Erfahrungen zur Walnuss im Wald gibt es nur wenig. Forstliche Versuchsanbauten in der Schweiz und in Baden-Württemberg mit einheimischen Walnuss-Herkünften aus Feldflur und Obstbau lieferten bestenfalls befriedigende Ergebnisse. Ursache ist unter anderem, dass der Walnussbaum eine konkurrenzschwache frostempfindliche Lichtbaumart ist und auf Waldboden stark durch den Hallimaschpilz gefährdet wird.

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Waldwachstum im Klimawandel: Anbauversuche mit Alternativbaumarten

Der Klimawandel stellt die einheimische Forstwirtschaft vor große Herausforderungen. Aufgrund der Langlebigkeit von Bäumen muss bereits heute die Frage nach der Baumartenwahl für zukünftige Waldbestände beantwortet werden. Mögliche Alternativbaumarten, die durch bestimmte Eigenschaften wie zum Beispiel Trockenstresstoleranz, Anspruchslosigkeit an den Boden und hohe Widerstandsfähigkeit gegen biotische und abiotische Schäden besser an die zu erwartenden Klimaverhältnisse angepasst sind, gelten als sinnvolle Ergänzung zu den heimischen Baumarten.

Die FVA hat in einer Versuchsreihe insgesamt sechs Versuchsanlagen in Baden-Württemberg eingerichtet, zwei davon im Landkreis Rastatt. Die Flächen werden über das gesamte Baumleben hinweg wissenschaftlich betreut.

PDF-Download der Infotafel (1,3 MB)

 

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Eine Versuchsfläche mit vielen jungen Atlaszedern

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