Mit den frühsommerlichen Temperaturen während der vergangenen zwei Wochen ist der Großteil der überwinterten Buchdrucker nun ausgeflogen, um die erste Käfergeneration anzulegen. Dieser konzentrierte Frühjahrsschwarm führt bis hinauf in die Höhenlagen der Mittelgebirge zu einem sprunghaft erhöhten Befallsrisiko.

13.05.2022: Die Raupen befinden sich im 3. Larvenstadium – eine präventive Regulierung ist noch möglich

Mit den frühsommerlichen Temperaturen fliegen seit dem Wochenende die Buchdrucker in großer Zahl aus ihren Überwinterungsquartieren aus und sorgen damit nun für ein erhöhtes Befallsrisiko in den Fichtenbeständen des Nordschwarzwaldes. Regelmäßige Befallskontrollen sind ab sofort wieder ratsam, um den frisch entstandenen Befall frühzeitig zu erkennen und unschädlich zu machen.

Infolge ungünstiger Abfolge von Wärme- und Kälteperioden gegen Ende des Winters und zu Beginn der Vegetationszeit sind verbreitet Absterbeerscheinungen bei der Douglasie zu beobachten. In unterschiedlichen Regionen und Höhenlagen Baden-Württembergs zeigen betroffene Douglasien nach dem Winter 2021/2022 noch vor dem Knospenaustrieb über große Teile der Krone eine Rötung der Nadeln. Meist fehlen weitere Merkmale, die auf eine Erkrankung oder einen Insektenbefall hindeuten. Ist die gesamte Krone davon betroffen, kann es auch zum Absterben der Pflanzen kommen.

Wildkatzen im Stadtwald Freiburg, Fichten im Netz, Holzernteverfahren unter der Lupe, Sozialwissenschaftliche Forschung an der FVA, Versuchsanbauten mit „alternativen“ Baumarten, Waldbäche im Fokus u.v.m.

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Bisher ist landesweit der Großteil der überwinterten Buchdrucker nicht ausgeflogen; der Hauptschwarm und in dessen Folge zu erwartender Stehendbefall steht noch aus. Bis dahin gilt es, potenziellen Brutraum (Kronenbruch, Windwurf) unschädlich zu machen sowie eventuell noch verbliebene Überwinterungsbäume zu sanieren. Damit stehen die Chancen auf einen weiteren Rückgang der Schadholzzahlen in diesem Jahr je nach Witterung ziemlich gut.

21.04.2022: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners befinden sich im zweiten Larvenstadium

Im Gegensatz zu Teilen Nord- und Mitteldeutschlands sind großflächige Windwurf- und Schneebruchschäden in Südwestdeutschland im vergangenen Winter 2021/22 glücklicherweise ausgeblieben. Lediglich vereinzelt und kleinräumig kam es hierzulande zu Würfen und Brüchen. Nichtsdestotrotz zählen auch im Südwesten Wind- und Schneeschäden an Fichte zu den häufigsten Schadursachen und sind – wie beispielsweise 2018 – oft entscheidende Faktoren von Borkenkäfer-Massenvermehrungen.

07.04.2022: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind geschlüpft - der Eichenaustrieb hat begonnen.

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