Waldschutz

Bei der Abteilung Waldschutz stehen die Diagnose, Prävention und umweltverträgliche Therapie von Waldkrankheiten, die durch biotische und abiotische Schadfaktoren ausgelöst werden, im Mittelpunkt. Das Wissen über Waldkrankheiten und deren zuverlässige Erkennung sind nicht nur wesentlich für das Verständnis über die Entstehung von Schäden an Bäumen und an Nutzholz, sondern auch für die Erklärung vielfältiger weiterer Prozesse im Wald (Forstzoologische und -pathologische Forschung). Die Abteilung Waldschutz hat dafür lebende (biotische) Schadensverursacher, insbesondere Insekten und Pilze, aber auch die Folgen abiotischer Schadensursachen, wie Sturm, Trockenheit und weitere chemische oder physikalische Faktoren im Blick. Ziel der Untersuchungen der Abteilung ist es, Krankheiten und deren Verläufe möglichst genau vorherzusagen (Schädlingsüberwachung und Prognose), sowie zur Verhütung von Schäden fundierte Empfehlungen für deren Prävention oder umweltschonende Abwendung zu geben (Waldgesundheitliche Beratung).

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Aktuelles aus der Abteilung

Tannenborkenkäfer: Rote Tannen jetzt noch sanieren!

Das letzte Jahr brachte wieder einmal Stress für alle Baumarten – auch die Weißtanne (Abies alba) litt unter dem trockenen und heißen Sommer 2022: Gute Voraussetzungen also für die Tannenborkenkäfer, welche solcherart vorgeschwächte Bäume bevorzugt besiedeln und zum Absterben bringen können. Deutlich sichtbar wird der Befall spätestens mit der sich rot verfärbenden Krone.

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Rot verfärbende Kronen sind ein deutliches Zeichen für einen Befall durch den Tannenborkenkäfer.

Waldschutz international: Austausch mit Belgien und der Schweiz

Wie wichtig internationaler Austausch für die Forschungsarbeit ist, zeigt die Abteilung Waldschutz: Bei der IUFRO-Tagung zur Waldgesundheit in Portugal (September 2022) wurde klar, dass vertiefter Austauschbedarf auf Arbeitsebene bersteht. Daher empfing die Fachabteilung der FVA nun Besuch aus Belgien und der Schweiz. Die internationale Gruppe aus Expertinnen und Experten tauschte sich über Themen zur Waldgesundheit aus. Auf dem Programm standen

  1. die Organisation des Waldgesundheitsschutzes in den verschiedenen Staaten und Klärung von Zuständigkeiten und Aufgabengebieten,
  2. neuartige Schadorganismen an der Douglasie und
  3. der Borkenkäfer an Fichte und Weißtanne.

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9 Personen blicken in die Kamera. Aufnahme im Freien.

Waldzustandsbericht 2022: So steht es um den Wald in Baden-Württemberg

Jedes Jahr untersucht die FVA den Gesundheitszustand der Waldbäume in Baden-Württemberg – seit den 1980er Jahren. Der Indikator für die Beurteilung des Waldzustands ist der Kronenzustand der Bäume, der den Nadel-/Blattverlust und die Vergilbung von Nadeln und Blättern beurteilt.

Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung werden im jährlichen Waldzustandsbericht ausführlich dargestellt. Die Aufnahme des systematisch angelegten Rasterstichprobennetzes lässt für Baden-Württemberg sowohl für einzelne Regionen als auch für unterschiedliche Baumarten Aussagen über den Vitalitätszustand der Bäume zu.
2021 hat sich der Zustand des Waldes in Baden-Württemberg gegenüber den Vorjahren unter dem Einfluss der phasenweise kühl-feuchten Witterung leicht erholt.

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FVA beim Waldklimafonds-Kongress

280 Forschungsprojekte werden im Rahmen des Waldklimafonds (WKF) gefördert – damit Forschungsergebnisse auch nach draußen dringen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von den Erkenntnissen aus anderen Projekten profitieren können, ist ein regelmäßiger Austausch wichtig. Auf dem Waldklimafonds-Kongress in Göttingen war genau dazu ausreichend Gelegenheit. Auch die FVA war mit Projekten vertreten.

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Drei Personen stehen vor verschiedenen Postern und blicken in die Kamera: zwei Männer und eine Frau

Frühjahrsschwarm der Buchdrucker aktuell erwartet!

Nach den bisher nur mäßig-warmen April- und Maitagen wird ab dieser Woche mit dem Hauptschwarm der überwinterten Buchdrucker gerechnet.

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Borkenkäfer-Newsletter SüdWest 1/2021

Verzögerter Schwärmbeginn der Buchdrucker

Nach mittlerweile drei Kalamitätsjahren in Folge ist für 2021 im Allgemeinen ein rückläufiger Trend bei den Befallszahlen zu erwarten. Voraussetzung dafür ist bei der aktuell immer noch stark erhöhten Populationsdichte der Borkenkäfer jedoch ein weiterhin konsequentes Management. Der Schwärm- und Befallsbeginn verläuft vor allem in den tieferen bis mittleren Lagen in diesem Jahr zeitverzögert – im April sind landesweit bisher kaum Käfer geflogen.

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