Waldschutz
Geschädigte und abgestorbene Weißtannen im Drohnenluftbild (Foto: FVA BW/Riemer)
Bei der Abteilung Waldschutz stehen die Diagnose, Prävention und umweltverträgliche Therapie von Waldkrankheiten, die durch biotische und abiotische Schadfaktoren ausgelöst werden, im Mittelpunkt. Das Wissen über Waldkrankheiten und deren zuverlässige Erkennung sind nicht nur wesentlich für das Verständnis über die Entstehung von Schäden an Bäumen und an Nutzholz, sondern auch für die Erklärung vielfältiger weiterer Prozesse im Wald (Forstzoologische und -pathologische Forschung). Die Abteilung Waldschutz hat dafür lebende (biotische) Schadensverursacher, insbesondere Insekten und Pilze, aber auch die Folgen abiotischer Schadensursachen, wie Sturm, Trockenheit und weitere chemische oder physikalische Faktoren im Blick. Ziel der Untersuchungen der Abteilung ist es, Krankheiten und deren Verläufe möglichst genau vorherzusagen (Schädlingsüberwachung und Prognose), sowie zur Verhütung von Schäden fundierte Empfehlungen für deren Prävention oder umweltschonende Abwendung zu geben (Waldgesundheitliche Beratung).
Unsere Aufgaben
Waldschutz-Newsticker
16.03.2026 Frühes Knospenschwellen bei Buche
Erste Altbuchen zeigen momentan mit silbrig-hellem Glanz ein Anschwellen von Blattknospen an. Beobachtungen zu zeitlichen Verschiebungen einer Blattentfaltung helfen, Trends bei Risiken von Frostschäden abzuschätzen. Die Blattentfaltung findet bei Buchen je nach Witterung und Höhenlage eigentlich ab Mitte April bis Anfang Mai statt.
04.03.2026 Kiefernpolter rechtzeitig abfahren!
Letztes Jahr wurde an Kiefern oft Befall durch den Blauen Kiefernprachtkäfer (Phaenops cyanea) beobachtet. Deshalb sollten mit weißen Larven- und Puppenstadien (s. Bild) befallene Holzpolter noch vor Beginn der Flugzeit der Käfer bis Ende April abgefahren werden.
WEITERLESEN
In dem Projekt MoMaWTa wird derzeit untersucht, welche Befallsmerkmale auf welches Schadstadium hinweisen. Damit soll geklärt werden: Was sind eindeutige Befallsmerkmale? Wann muss ich meine Tannen fällen? Und wann bin ich zu spät?
Interessiert? Dann melden Sie sich gerne bei Sven Hofmann (0761/ 4018 228 oder Sven.Hofmann@forst.bwl.de)
Mehr zum Projekt MoMaWTa finden Sie hier auf unserer Forschungsseite
12.01.2026 Mehr Probleme aufgrund von Hallimasch-Befall in 2025
Im Rahmen der waldgesundheitlichen Beratung zeigte sich im Jahr 2025 eine auffällige Zunahme von Hallimasch-Befall. Hauptursache hierfür war der starke Wechsel extremer Witterungen in den Jahren 2024 und 2025, der die Gehölze schwächte.









