Biologische Vielfalt

Der Schutz der biologischen Vielfalt (Biodiversität) als Grundlage für Funktion, Stabilität und Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen ist wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige Forstwirtschaft.

Konkret soll die Vielfalt an Waldlebensräumen für Pflanzen- und Tierarten sowie deren genetische Diversität gesichert und in Betracht auf Umweltveränderungen weiterentwickelt werden. Dabei soll die Multifunktionalität der Waldwirtschaft unter Berücksichtigung der Akzeptanz in der Bevölkerung gewährleistet werden. Hierfür muss neben der Biodiversität auch die Vielfalt geschützter Strukturen sowie die funktionelle Biodiversität erfasst und bewertet werden.

Ziel ist es durch eine Stärkung der Biodiversität auch die verschiedenen Waldfunktionen und Ökosystemleistungen zu sichern und ggf. zu verbessern. Zur Erfolgskontrolle der Zielerreichung sind Methoden zu entwickeln, mit denen Biodiversität im Wald ökologisch sinnvoll und ökonomisch machbar in einem Monitoring erfasst werden kann.

Themenschwerpunkte

Das Alt- und Totholzkonzept Baden-Württemberg (AuT-Konzept) formuliert naturschutzfachliche Standards für die Waldbewirtschaftung. Es wird seit Februar 2010 im Staatswald verbindlich und im Körperschaftswald auf freiwilliger Basis umgesetzt. Als integratives Waldnaturschutzinstrument verfolgt das AuT-Konzept das Ziel, Alt- und Totholzstrukturen im Wirtschaftswald anzureichern bzw. einen Verbund zu schaffen und so einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität im Wald zu leisten. Dabei berücksichtigt das AuT-Konzept gleichermaßen auch Erfordernisse der Arbeitssicherheit und -organisation, der Verkehrssicherung und des Waldschutzes.

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Die Artenvielfalt schwindet weltweit in dramatischem Ausmaß. Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren der Erdgeschichte gewaltige Artensterben. Die Forschungen zur Biodiversität belegen, dass die Erde, wenn die aktuelle Aussterberate bestehen bleibt, auf die sechste - diesmal menschengemachte - Aussterbewelle zusteuert.

Zahlreiche Strategien haben das Ziel, diesen dramatischen Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen. Die Landesforstverwaltung Baden-Württemberg will ihren Beitrag dazu leisten, denn auch in unseren Wäldern gibt es Arten, die inzwischen selten und zumindest regional vom Aussterben bedroht sind. Neben den zahlreichen Pflanzen, Tieren und Pilzen, die in unseren Wäldern geeigneten Lebensraum finden und gut mit der heutigen Waldbewirtschaftung zurechtkommen,  benötigen diese gefährdeten Arten besondere Schutzmaßnahmen. Dabei handelt es sich um Arten, die auf lichte Waldstrukturen angewiesen sind, hohe Ansprüche an Alt- und Totholzstrukturen stellen oder Extremstandorte besiedeln. Diese gefährdeten Arten müssen gezielt gefördert werden, um ihr langfristiges Überleben in den Wäldern Baden-Württembergs zu sichern.

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Dieser Bereich der Wildtierökologie beschäftigt sich mit

  • der Entwicklung und Umsetzung von Fachkonzepten zum Lebensraumverbund,
  • der Funktionalität und Wirksamkeit von Korridoren und (Wieder-)Vernetzungsmaßnahmen,
  • den Auswirkungen der Landschaftszerschneidung sowie
  • Wildunfällen, Leit- und Sperreinrichtungen und Wildwarnanlagen.

Der Arbeitsbereich ist zudem im Auftrag des Landes für die fachliche Begleitung zur Umsetzung des Generalwildwegeplans als Teil des Fachplans Landesweiter Biotopverbund zuständig.

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Lichte Wälder zeichnen sich durch lückiges Kronendach aus. Die Überschirmung kann mosaikartig in der Bandbreite von dichteren (ca. 70 %) bis sehr lichten Bereichen (< 30 %) vorkommen. Die Entstehung Lichter Wälder kann zwei Ursachenkomplexen folgen. Auf Extremstandorten sind natürlich entstandene Lichtwälder anzutreffen, wie etwa an Trockenstandorten. Daneben existieren Lichte Wälder aufgrund menschlicher Nutzung, beispielsweise Mittelwaldwirtschaft oder Waldbeweidung. In beiden Genesen gibt es Lichtwälder, die dauerhaft auf gleicher Fläche vorkommen. Es gibt aber auch Lichte Wälder, die von immer wiederkehrenden Lichtwaldphasen bestimmt sind. Dabei wandern lichte Teilflächen durch stetige Neuanlage über die gesamte Waldfläche. Die Auflichtung des Kronendachs besteht in beiden Lichtwaldsystemen so lange, dass sich typische, auf Lichtwaldsituationen angepasste Organismen ansiedeln können. Lichte Wälder waren bis vor ca. 200 Jahren landschaftsprägend, sind heute aber kaum mehr anzutreffen. Sie gelten als Refugien für oftmals spezialisierte, seltene und gefährdete Arten.

Natura 2000 ist das Herzstück der europäischen Naturschutzpolitik. Im Fokus steht der Erhalt der Biodiversität. Die rechtlichen Grundlagen von Natura 2000 bilden die beiden europäischen Naturschutz-Richtlinien, die FFH-Richtlinie (FFH-RL) und die Vogelschutzrichtlinie (VS-RL). Mit deren Einführung waren die Mitgliedstaaten aufgefordert, repräsentative, naturschutzbedeutsame Gebiete als Natura 2000–Gebiete zu melden.

Baden-Württemberg trägt mit seinen Natura 2000-Gebieten (90 Vogelschutz- und 212 FFH-Gebiete, die sich zum Teil überlagern) dazu bei, besonders schützenswerte und typische Lebensräume mit ihren charakteristischen Lebensgemeinschaften sowie die Vorkommen ausgewählter Arten in einem EU-weiten kohärenten Schutzgebietsnetz zu bewahren. In den Natura 2000-Gebieten steht ein auf die Landnutzung abgestimmtes, auf Artenlebensstätten und Lebensraumtypen angepasstes Erhaltungsmanagement im Vordergrund. Da rund zwei Drittel der Fläche dieser Gebiete bewaldet ist, hängt der Erfolg von Natura 2000 ganz wesentlich von einer gelungenen Umsetzung im Wald ab.

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Die Waldbiotopkartierung (WBK) in Baden-Württemberg erfasst als selektive Biotopkartierung die nach Naturschutzrecht und Waldrecht geschützten Biotope im Wald sowie besondere Waldstrukturen oder Vorkommen geschützter Arten und schlägt Maßnahmen zu deren Bewirtschaftung, Pflege und Entwicklung vor. Die WBK wird seit 1989 im Wald sämtlicher Besitzarten nach landesweit einheitlicher Methodik durchgeführt. Erfassungskriterien sind Seltenheit, Gefährdung und Naturnähe. Erfassungseinheit ist das definierte Einzelbiotop. Seit 2007 erfolgt zudem die Ermittlung und Bewertung von im Wald liegenden Lebensraumtypen nach der FFH- Richtlinie für die FFH-Managementplanung und -Berichtspflicht.

Berücksichtigung bzw. Umsetzung der Waldbiotopkartierung in der forstlichen Praxis erfolgt in erster Linie durch ihre Integration in die Forstliche Betriebsplanung. Durch turnusmäßige Fortschreibung und fallweise Aktualisierung des Biotopbestandes sowie durch zusätzliche Spezialbearbeitungen wird die Verfügbarkeit neuester, den Planungserfordernissen angepasster Daten sichergestellt. Diese Daten sind daher eine wichtige Grundlage für weitere forst- und naturschutzfachliche Projekte.

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Die Naturschutzfunktion des Waldes bezieht sich in erster Linie auf den Erhalt der vielfältigen Waldlebensräume (Habitat-, Biotopschutz), den Artenschutz und den Schutz der genetischen Vielfalt innerhalb von Arten. Hierzu liefert die FVA wesentliche Grundlagendaten, indem sie die Waldbiotopkartierung durchführt, im Waldbereich Lebensraumtypen und Arten für die Managementplanung in Natura 2000-Gebieten erhebt und wissenschaftlich und fachlich die Waldschutzgebiete (Bann- und Schonwälder) betreut. Zudem werden Arten-Strukturbeziehungen systematisch erforscht und Konzepte erarbeitet, deren Umsetzung im Rahmen einer naturnahen Waldbewirtschaftung den Schutz seltener Arten und Biotope im Wald gewährleistet (z.B. Alt-/Totholzkonzept).

Waldschutzgebiete (§32 LWaldG) sind komplementäre Instrumente zur Förderung der Biodiversität im Wald: Während Bannwälder der natürlichen Waldentwicklung überlassen werden, bieten Schonwälder die Möglichkeit, Ziele des Biotop- und Artenschutzes durch Pflege und Entwicklungsmaßnahmen umzusetzen. Wir betreuen Monitoring und Forschung in Waldschutzgebieten und begleiten deren Ausweisung und die Umsetzung der Schutzziele.

Unser Forschungsschwerpunkt liegt im Zusammenhang zwischen Waldstrukturen und Biodiversität. Im Vordergrund steht die Frage, wie sich unterschiedliche Waldbewirtschaftungsformen und -intensitäten auf strukturabhängige Wald(ziel)arten auswirken, und wie letztere möglichst effektiv gefördert werden können.

Mit terrestrischen Inventurmethoden, ergänzt durch Fernerkundung und räumliche Modellierung werden waldstrukturelle Zielwerte und prioritäre Flächen für die Biodiversitätsförderung abgeleitet. Die Ergebnisse fließen in Naturschutzkonzepte ein und werden über ein Waldnaturschutz-Informationssystem den Waldbewirtschaftenden zur Verfügung gestellt.

Aktuelle Projekte

Waldarten-Informationssystem

1319 Die Einrichtung des Waldarten-Informationssystems ist Teil der Gesamtkonzeption Waldnaturschutz von ForstBW. Mit dem System können Daten und Informationen zu naturschutzrelevanten Waldarten und damit verbundene Vorgaben, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für die Waldbewirtschaftung einfach zugänglich und räumlich explizit abrufbar gemacht werden. Es bindet bestehende Daten ein und ermöglicht einen Datenaustausch mit externen Datenbanken. Es stellt Schnittstellen und Werkzeuge für die Eingabe und Verwaltung von Daten aus verschiedenen Quellen bereit. Das System integriert sich in die bestehende forstliche Dateninfrastruktur und stellt zusätzlich eine webbasierte Schnittstelle im Internet bereit, um einen Zugang für Zielgruppen außerhalb der Forstverwaltung zu ermöglichen. 2016 2026 Waldnaturschutz und Biodiversität Waldschutzgebiete Waldnaturschutz (Projektleitung, naturschutzfachlicher Aufbau des Informations-Systems) Biometrie und Informatik (Datentechnische Unterstützung, GIS-Anwendungen, Internettechnik) Direktion (Bereitstellung über Web 2.0-Anwendungen/ waldwissen.net) Nora Magg Mark Hoschek

Weiterentwicklung der Waldschutzgebietskonzeption zu einem Instrument des Waldnaturschutzes für Arten besonderer Waldwirtschaftsformen einschließlich Urwaldreliktarten

1180 Die Ausweisung, wissenschaftliche Betreuung und das Monitoring von Waldschutzgebieten in Baden-Württemberg stehen durch die nationale Biodiversitätsstratege wieder verstärkt im Fokus von Forschung und Gesellschaft. Deshalb wird das seit 1993 bestehende Waldschutzgebietsprogramm überarbeitet und im Hinblick auf aktuelle Naturschutzziele weiterentwickelt, die in der Gesamtkonzeption Waldnaturschutz von ForstBW (GK WNS) für den Staatswald konkretisiert sind. Hierzu zählen zum Einen die systematische Herleitung prioritärer Waldflächen für die Ausweisung neuer Waldschutzgebiete mit natürlicher Waldentwicklung auf Grundlage eines erweiterten Kriterienkatalogs (GK WNS Ziel 8), zum Anderen die aktive Förderung der Waldbiodiversität in Schonwäldern. Um Pflegemaßnahmen zur Erreichung der Schutzziele in den Schonwäldern systematisch aktivieren und evaluieren zu können, werden die bestehende Schonwälder in Schutzkategorien unterteilt, die es zusätzlich ermöglichen, geographische „hot spots“ für spezifische Fördermaßnahmen zu identifizieren. Der Fokus liegt derzeit auf der Förderung von Lichtwaldstrukturen und Lichtwaldarten( GK WNS Ziele 3,4,6), die von Waldweideprojekten bis zu großflächigen motormanuellen Auflichtungen reichen kann. Im Projekt werden die Pflegemaßnahmen zur Biodiversitätsförderung in den Schonwäldern getestet und deren Wirksamkeit und Kosteneffizienz evaluiert und ggf. angepasst. 2013 2019 Waldnaturschutz und Biodiversität Waldschutzgebiete Waldnaturschutz (1. Analyse und Bilanzierung des artenschutzfachlichen Potentials der bestehenden Waldschutzgebiete 2. Weiterentwicklung des WSG-Konzeptes zu einem Naturschutzinstrument) Felicitas Werwie

Fernerkundungsbasierte Ableitung biodiversitätsrelevanter Waldstrukturparameter

1339 Ziel des Projektes ist Entwicklung und Evaluierung von Methoden zur Erfassung, Quantifizierung und zum Monitoring ausgewählter biodiversitätsrelevanter Waldstrukturparameter aus Luftbild , LiDAR- und hochauflösenden Satellitendaten sowie die Analyse der Entwicklung ausgewählter Waldstrukturen anhand von aktuellen und historischen Zeitreihen. Die Ergebnisse liefern eine Grundlage für Art-Lebensraumanalysen und die Planung und Evaluierung von Artenförderungskonzepten. 2013 Waldnaturschutz und Biodiversität Waldschutzgebiete Waldnaturschutz (Inhaltliche Verantwortung) Biometrie und Informatik (Technische/Methodische Verantwortung) Katarzyna Zielewska-Büttner

Waldzielartenkonzept und faunistisches Biodiversitätsmonitoring in Waldschutzgebieten und Referenzflächen

1322 Das Waldzielartenkonzept beinhaltet zwei Schwerpunkte. Zum Einen werden Informationen zu Ansprüchen, Verbreitung und Handlungsmaßnahmen zu ausgewählten Waldzielarten erarbeitet und den Waldbewirtschaftenden über das Waldarten-Informationssystem zur Verfügung gestellt. Der größte Handlungsbedarf in Bezug auf Maßnahmenumsetzung besteht aktuell bei hochgradig gefährdeten Lichtwaldarten. Zum Anderen wird ein Monitoring konzipiert, um die langfristige Entwicklung von Waldzielarten(-gruppen) unter unterschiedlichen Bewirtschaftungsszenarien zu beobachten. 2013 Waldnaturschutz und Biodiversität Waldschutzgebiete Waldnaturschutz (Beratung im Hinblick auf Erhebung von Insektengruppen) Elena Ballenthien

Kooperation mit der Luxemburger Naturverwaltung zum Thema "Waldnaturschutz"

705 Seit 2004 besteht eine Kooperation zwischen der FVA und der Naturverwaltung Luxemburg (ANF) zum Thema Waldnaturschutz. Dabei stehen die Themen Naturwaldforschung/Bannwaldforschung, die Waldbiotopkartierung und Natura 2000 im Mittelpunkt. Hauptaufgabe der FVA ist die Entwicklung von Monitoring-Instrumenten zur Erfassung der Biologischen Vielfalt von Wäldern. Das schließt die laufende Anpassung von Konzepten an geänderte Fragestellungen und technische Gegebenheiten ein wie auch die Aktualisierung von Spezial-Software und die Datenhaltung. Die Auswertung von Monitoring-Daten, ihre Interpretation und Publikation sowie die fachliche Beratung der ANF zu aktuellen Themen der Biodiversität von Wäldern bilden weitere Schwerpunkte der Zusammenarbeit. 2004 Nachhaltigkeit und Multifunktionalität Waldschutzgebiete Waldnaturschutz Lucia Seebach Klaus Winkler

Wissenschaftliche Bearbeitung von Waldschutzgebieten

43 Zu den Waldschutzgebieten nach §32 Landeswaldesetz zählen in Baden-Württemberg Bann- und Schonwälder. Während Bannwälder der natürlichen Entwicklung überlassen werden, ist die waldbauliche Behandlung in Schonwäldern auf ein spezielles Naturschutzziel ausgerichtet. Bannwälder stellen wertvolle Referenzflächen für die Erforschung von natürlichen Prozessen auf die Waldentwicklung und Waldbiodiversität da. Grundlage hierfür ist ein langfristiges Waldstrukturmonitoring auf systematisch angelegten, dauerhaft vermarkten Stichprobenpunkten, das durch fernerkundungsbasierte Strukturerhebungen ergänzt wird. In ausgewählten Bannwäldern werden floristische und faunistische Daten erhoben. Die Daten liefern Informationen über die strukturelle Entwicklung unbewirtschafteter Wälder und deren Lebensraumeignung für Tier- und Pflanzenarten. In Schonwäldern findet im Gegensatz zu Bannwäldern gezielter Naturschutz statt. Einige Tier- und Pflanzenarten sind auf besondere Strukturen angewiesen, die durch Pflegemaßnahmen oder bestimmte (z.B. historische) Waldnutzungsformen gefördert werden können. Schonwälder werden deswegen so bewirtschaftet, dass gewünschte strukturelle Bedingungen und damit verbundene seltene Arten erhalten oder gefördert werden. Schwerpunkt der Forschung in Schonwäldern ist die Quantifizierung des Einflusses und der Effektivität biodiversitätsfördernder Maßnahmen zur Erreichung des Schutzziels 1970 Nachhaltigkeit und Multifunktionalität Waldschutzgebiete Waldnaturschutz (Monitoring und Forschung) Biometrie und Informatik (Zusammenarbeit bei der Fernerkundung) Klaus Winkler

Der Fachbereich Wildtierökologie erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für das Management ausgewählter Tierarten des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes. Dies beinhaltet die Entwicklung und Anwendung von Methoden des Wildtiermonitorings, vertiefte Untersuchungen des Raum-Zeit-Verhaltens von Wildtieren sowie die Analyse von auf Wildtiere bezogenen Konflikten. Auf dieser Grundlage werden partizipative Managementkonzepte entwickelt, die sowohl artspezifische Ansprüche der betrachteten Wildtiere als auch unterschiedliche anthropogene Nutzungs- und Schutzansprüche berücksichtigen.

Weiterführende Informationen

Aktuelle Forschung zum Thema

Karten zur Baumarteneignung in einem sich veränderdem Klima

Die forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg beschäftigt sich im Rahmen des Projektes "Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder Baden-Württembergs" intensiv mit der Frage der zukünftigen Eignung der Hauptbaumarten Südwestdeutschlands bei sich ändernden klimatischen Bedingungen.

Im Jahr 2019 wurden die bisher verfügbaren Karten komplett überarbeitet und stehen landesweit sowie landkreisweise zum Download zur Verfügung.

http://klimakarten.fva-bw.de

Baumarteneignung in einem sich veränderndem Klima

Projekt Urban Forestry –- Studie zur Waldwahrnehmung

Der Wald ist ein ganz besonderer Naturraum. Wie sehen die Menschen den Naturraum, die Waldarbeiten und die Spuren des menschlichen Wirkens? Jeder Waldbesuchende besitzt eine individuelle Motivation für seinen Waldbesuch: Erholung, spirituelle Auffrischung, geistige Regeneration, körperliche Aktivität und vieles andere mehr. Besonders im stadtnahen Siedlungsbereich sind die vielfältigsten Interessen auf derselben Waldfläche vereint.

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Wildkatzen – Rückkehr in unsere Wälder

Buchneuerscheinung: Wildkatzen – Rückkehr in unsere Wälder

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Wolfs und Luchsmonitoring

Der Arbeitsbereich Wildtierökologie der FVA ist mit dem Monitoring von Luchs und Wolf in Baden-Württemberg beauftragt. Das Team im Projekt Luchs- und Wolfsmonitoring nimmt Hinweise zur Präsenz von großen Beutegreifern entgegen und leistet fachliche Einschätzung bei deren Bewertung. Dazu zählen beispielsweise Fährten, Risse und Sichtungen.

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